Der Airbus A320 von Kambodscha landet in Zürich.

WEF 2024Wenn die VIP-Jets in Zürich einfallen

2500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren am World Economic Forum über die Lage der Welt. Viele reisen mit dem Flugzeug an. Vor allem via Zürich.

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Der Luftraum über Davos ist seit dem 12. Januar gesperrt. Und rund um den Schweizer Kurort hat die Armee einen 250 Kilometer langen Schutzzaun aufgebaut. Auf den Dächern an neuralgischen Stellen liegen Scharfschützen. Mehr als 5000 Armeeangehörige stehen im Einsatz - zusammen mit der Polizei.

Denn in Davos wurde am Sonntag das Friedensformel-Treffen durchgeführt, an dem internationale Vertreter über Grundsätze für einen dauerhaften und gerechten Frieden in der Ukraine diskutierten. Und am Montag (15. Januar) begann in der Kleinstadt auf 1560 Meter über Meereshöhe das World Economic Forum, bekannt unter seiner Abkürzung WEF. In diesem Jahr nehmen mehr als 300 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teil.

Wichtige Fragen der Gegenwart und der Zukunft

Darunter befinden sich mehr als 60 Staats- und Regierungschefs wie etwa der chinesische Premier Li Qiang, der neue argentinische Präsident Javier Milei, der israelische Präsident Isaac Herzog oder Volodymyr Zelenskyy aus der Ukraine. Auch Vertreter von internationalen Organisationen und Konzernen werden in Davos sein, um an mehr als 200 Veranstaltungen sowie hinter den Kulissen wichtige Fragen der Gegenwart und der Zukunft zu besprechen.

Und die allermeisten reisen mit dem Flugzeug an - einige via St. Gallen-Altenrhein oder Dübendorf, wenige über Engadin-Samedan, die Mehrheit aber über den Flughafen Zürich. Der größte Schweizer Flughafen erwartet während des WEF rund 1000 zusätzliche Flugbewegungen. 500 davon entfallen auf Privatjets. So reiste etwa die chinesische Delegation mit einer Boeing 747-8 von Air China an, die ukrainische mit einem Airbus A319 und die deutsche mit einer Global 6000.

Begeisterung und Kritik

Und so wird der Airport während des WEF ein Mekka für Planespotter, weil sie Flugzeuge zu sehen bekommen, die man in unseren Breitengraden sonst kaum je sieht. Es gibt allerdings auch Kritik. Viele der Flüge seien unnötig, so das Umweltberatungsunternehmen CE Delft. Beim WEF 2022 hätten 53 Prozent der Flüge Distanzen von weniger als 750 Kilometer zurückgelegt, «die problemlos mit dem Zug oder dem Auto hätten zurückgelegt werden können».

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder und Videos von einigen VIP-Flugzeugen, die fürs WEF nach Zürich kamen.  Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

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