A321 von Airbus: 21 Warnungen ignoriert.

Ignoranz führte zum Desaster

Die Umstände von Airblue-Flug 202 sind geklärt - und lassen den Piloten ziemlich schlecht aussehen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte der zivilen Luftfahrt Pakistans. Am 28. Juli 2010 zerschellte Airblue-Flug 202 von Karachi nach Ismalabad beim Landeanflug an einem Hügel. Alle 152 Menschen an Bord des Airbus A321 kamen ums Leben. Jetzt hat die pakistanische Ermittlungsbehörde ihren Untersuchungsbericht zu dem Fall veröffentlicht. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Trotz vier Jahrzehnten Berufserfahrung verhielt der Pilot der Maschine sich unverantwortlich.

Der Flugkapitän ignorierte nicht nur drei Warnungen seines jüngeren und unerfahreneren Co-Piloten über die schwierigen Bedingungen. Auch 21 Warnungen im Cockpit ließen ihn offenbar unbeeindruckt. Eine «ernsthafte Verletzungen der Disziplin» sehen die Ermittler in seinem Verhalten. In den letzten Minuten des Fluges sei er angespannt, verwirrt, ja sogar desorientiert gewesen.

15 automatische Warnungen ignoriert

Der Pilot hätte den Landeanflug bei den bewölkten und regnerischen Bedingungen eigentlich abbrechen müssen. Auch sein Co-Pilot riet ihm dazu, und das mehrfach und mit Nachdruck. Doch er tat nichts dergleichen, machte sich sogar noch über die geringere Erfahrung seines jüngeren Kollegen lustig. Aber auch die automatische Warnung «pull up» (hochziehen) ignorierte er. Ganze 15 Mal. Außerdem sei er nicht in der Lage gewesen, die Navigationsinstrumente richtig zu bedienen, was die Desorientierung verstärkte.

Doch nicht nur die Crew wird von der Ermittlungsbehörde kritisiert. Auch die Lotsen im Kontrollturm waren von der Situation offenbar überfordert. Sie hatten keinen Sichtkontakt mit dem Flieger und waren mit dem schlechten Wetter und anderen landenden Flugzeugen beschäftigt.

Mehr zum Thema

ticker-pakistan

Pakistan verlängert Luftraumsperre für indische Flugzeuge

Die Boeing 737-400 BDSF mit dem Kennzeichen AP-BOI: Der einzige Flieger von K2 Airways.

Boeing 737 F meldet über dem Arabischen Meer Navigationsprobleme – dann bricht der Kontakt ab

ticker jet green

Jet Green Airlines rückt nach jahrelanger Verzögerung näher an Start

Islamabad International Airport: Die Fluggesellschaften sollen sparsam tanken.

An Pakistans Flughäfen gibt es kaum mehr Kerosin

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil