Schiffswrack: Auf vielen Karten zu sehen.

UnterhaltungssystemWarum Passagiere Schiffswracks auf der Karte sehen

Wo befinden wir uns gerade? Die Antwort auf diese Frage liefert im Flugzeug ein Blick auf die Karte des Unterhaltungssystems. Dort werden mitunter überraschende Dinge angezeigt.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Titanic, Andrea Doria, Estonia: Die Namen dieser Schiffe stehen für einige der größten Katastrophen der Seefahrtsgeschichte. Tausende Menschen fanden ihren Tod, ihre Leichen wurden teilweise nie geborgen. Wirklich wohl ist wohl niemandem bei dem Gedanken an die Zwischenfälle.

Verständlich, dass einige Flugpassagiere irritiert reagieren, wenn ihnen beim Blick auf die Karte auf dem Bildschirm ihres Unterhaltungssystems diese und andere Namen von Schiffswracks angezeigt werden. Immer wieder teilen Fluggäste Bilder von Kartenausschnitten über Soziale Medien, um ihrer Verwunderung Ausdruck zu verleihen, wenn ihnen mal wieder ein Wrack angezeigt wird. Einer fragte beispielsweise, ob man das tue, um die Sicherheit des Fliegens hervorzustreichen.

Gegen die Langeweile

Doch weshalb kommen Fluggesellschaften überhaupt auf die Idee, Passagieren im Kartenmodus - dem beliebtesten Service von Unterhaltungssystemen – die Standorte von gesunkenen Schiffen anzuzeigen?  Hinter den Kartenprogrammen steckt bei vielen Airlines die Firma Collins Aerospace. Deren Manager Clint Pine lieferte gegenüber dem Magazin Conde Nast Traveler eine einfache Erklärung. «Auf vielen Langstreckenflügen ist während langer Zeit nichts anderes als Wasser zu sehen.»

Man versuche deshalb, gelangweilten Passagieren interessante Informationen zu liefern über Objekte, die sie überfliegen. Auch, wenn diese vielleicht nicht sichtbar sind. Dazu gehören neben Schiffswracks auch Unterwassergebirge und andere geologische Formationen. Bei Überflügen von Ländern würden ja auch interessante Fakten über die jeweiligen Regionen angezeigt.

Oftmals Probleme mit Karten

Karten an Bord sind insgesamt ein heikles Thema. Hainan Airlines etwa musste 2016 ihre Karten überarbeiten, weil nicht Israel, sondern Palästina angezeigt wurde. Auch im Unterhaltungssystem von Panasonic fehlte eine Zeit lang Israel, das ist inzwischen korrigiert. Passagiere von Oman Air kritisierten vor einiger Zeit«verstörende» Karten. Auf ihnen war das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran mit Persischer Golf gekennzeichnet.

Das ist insofern heikel, als dass zwischen einigen Golfstaaten und dem Iran schon lange ein Konflikt schwelt. Arabischer Golf wäre laut Ansicht der arabischen Seite die richtige Bezeichnung.

Mehr zum Thema

Kabine von United Airlines: Die Airline überklebt die Kameras.

United klebt Kameras in Bildschirmen ab

Easyjet-Unterhaltungsprogramm: Zunächst in fünf Flugzeugen ab der Schweiz.

Easyjet testet Gratis-Unterhaltungsprogramm

Panasonic Waterfront-Konzept: Neben der Steuerung mit der App ist natürlich auch eine Fernbedienung für Reisende ohne Smartphone gesorgt.

Smartphone für Rundum-Wohlfühlprogramm

Kuppel-Erfindung von Windspeed: Das ist garantiert die beste Aussicht, die man im Flieger haben kann.

Der ultimative Fensterplatz

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack