Cockpit eines Airbus A330 Neo: Woher kommen die Gerüche?

Modernisierte VersionWarum Airbus weiter an den A330 Neo glaubt

Bisher ist der A330 Neo kein Kassenschlager. Die modernisierte Variante des Langstreckenklassikers habe die goldenen Zeiten noch vor sich, glaubt Airbus - im kommenden Jahrzehnt.

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Fünf Dinge machen den Airbus A330 Neo neu. Er hat sparsamere Triebwerke als sein Vorgänger, aerodynamischere Tragflächen, spritsparende Winglets, ein moderneres Cockpit und eine komfortablere Kabine. Vor fünf Jahren brachte der europäische Hersteller die modernisierte Variante seines Langstreckenklassikers auf den Markt. Bis heute hat er 248 Stück davon verkauft.

Ein Kassenschlager ist das Modell damit noch nicht. Dennoch macht man sich bei Airbus keine Sorgen - im Gegenteil. «Wir sind mit dem aktuellen Umsatzniveau sehr zufrieden», sagt Crawford Hamilton, Leiter Marketing A330 Neo im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Das liegt nicht nur daran, dass die Entwicklungskosten mit rund zwei Milliarden Euro überschaubar waren. Die Gewinnschwelle erreichen die Europäer daher schnell.

Höhepunkt im Jahr 2033

Airbus sieht die goldenen Zeiten für den Langstreckenflieger erst noch kommen. «Wir sehen ein großes Potenzial in der Ablösung von älteren A330 durch A330 Neo. Und dieser Prozess beginnt erst jetzt», so Hamilton. Den Höhepunkt erwartet Airbus im Jahr 2033, wenn mehr als 100 A330 über 20 Jahre alt sein werden (siehe Grafik).

Airbus

«Viele Fluggesellschaften, die den A330 nutzen, werden dann auf den A330 Neo umsteigen wollen - ein Flugzeug, das seine Zuverlässigkeit und Effizienz für sie bewiesen hat», so Hamilton. Ein Kunde, der das bereits getan hat, ist Tap. Die portugiesische Nationalairline ersetzt ihre alternden A330-200 und A330-300 mit dem moderneren Jet. 14 Stück davon hat sie bereits in der Flotte, weitere sieben werden folgen. Von solchen Fällen erhofft man sich in Toulouse noch viele mehr.

Waffe gegen den Dreamliner

Doch der A330 Neo hatte auch einen weiteren Zweck: Er war entwickelt worden, um den Dreamliner von Boeing zu bekämpfen. Groß gewirkt hat das allerdings nicht. Mit über 1400 Bestellungen verkaufte sich die 787 bisher sehr gut. Die Entwicklungskosten des von Grund auf neu entwickelten Langstreckenfliegers werden allerdings auch auf über 30 Milliarden Dollar geschätzt. Insofern schmerzt Boeing jeder Auftrag, der nicht auf den Dreamliner entfällt.

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