Embraer E190 von Kenya Airways: Mehr Macht in Afrika.

Mega-Airline für Afrika

Kenya Airways schlägt eine Fusion mit Ethiopian und South African vor. Nur so könne man gegen Emirates, Air France-KLM und British Airways bestehen.

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Luftfahrt

span>Titus Naikuni ist realistisch. «Als kleine Fluggesellschaften haben wir keine Chance zu überleben», sagte der Vorstandsvorsitzende von Kenya Airways vergangene Woche an der Generalversammlung der African Airlines Association in Johannesburg. Auf dem eigenen Kontinent sei man zwar durchaus groß, im globalen Rahmen aber winzig. So sei mal ein leichtes Opfer. Die ausländischen Anbieter - vor allem Emirates, Air France-KLM und British Airways - kontrollierten heute schon 80 Prozent der Flüge von und nach Afrika. Dagegen solle man etwas unternehmen. «Was wir tun müssen, ist unsere Gesellschaften zu fusionieren», sagte Naikuni zu den Delegierten. Kenya Airways, Ethiopian Airlines und South African Airways sollten sich zusammenschließen.

Aus Äthiopien kam bereits eine Reaktion. Er stimme seinem Kollegen aus Kenia im Prinzip zu, sagte Ethiopian-Chef Tewolde Gebremariam. In der Luftfahrtbranche sei Größe wichtig, um Kostenvorteile zu erzielen. Man müsse daher die Fusion nun andenken. Schließlich stünden afrikanische Fluggesellschaften gleichzeitig unter Druck der ausländischen Konkurrenz und ihrer Regierungen, welche sie als strategische nationale Unternehmen behandelten. Man sei zu den eigenen Feinden geworden, ergänzte Naikuni. Zwischen den afrikanischen Ländern gebe es kaum Open-Sky-Abkommen, mit westlichen Staaten dagegen schon. Das behindere afrikanische Anbieter.

Immer noch massiv kleiner als Emirates

Doch wie das Capa Centre for Aviation errechnete, wäre eine afrikanische Mega-Airline im Vergleich zu den globalen Großen noch immer klein. Kenya, Ethiopian und South African würden zusammen auf Rang 3 der globalen Fluglinien aufrücken, knapp hinter Avianca-Taca. Mit einem vereinigten Umsatz von 6,2 Milliarden Dollar wären sie nur 37 Prozent so groß wie Emirates. Bei den Passagierzahlen kämen sie mit 16 Millionen auf 48 Prozent des Wertes der Golfairline.

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