Produktion von Embraer in São José dos Campos: Zwei Wochen herrscht hier im Januar Ruhe.

Joint Venture mit BoeingZwangsferien für Embraer-Angestellte

Um die Abspaltung der Zivilflugzeugsparte und Überführung ins Joint Venture mit Boeing zu vollziehen, muss Embraer seine Fabriken für zwei Wochen schließen.

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Boeing und Embraer sind auf dem Weg zum Start ihres Joint Ventures auf eine Hürde gestoßen. Die Europäische Kommission leitete Anfang Oktober eine erweiterte Prüfung ein. Die europäischen Wettbewerbshüter sehen Hinweise auf eine Behinderung des Preiswettbewerbs auf dem Markt für Regionalflugzeuge.

Dadurch verzögert sich der offizielle Start des neuen, von den Amerikanern kontrollierten Gemeinschaftsunternehmens für Regionalflieger um einige Monate. Nichtsdestotrotz gehen die Vorbereitungen weiter. Embraer hat beschlossen, rund 15.000 Angestellten in den beiden Werken in São José dos Campos sowie in weiteren Fabriken in Brasilien vom 6. bis 20. Januar 2020 Zwangsferien zu geben.

Systeme trennen

Die Maßnahme ist nötig, um die Trennung zwischen der künftigen Boeing Brasil - Commercial (Zivilflugzeuge) und Embraer (Businessjets und Militärflieger) zu trennen, wie die Zeitung O Vale schreibt. So müssen unter anderem die Informatiksysteme dupliziert und danach auseinanderdividiert werden. Aber auch Zugangssysteme und Arbeitsplätze müssen neu programmiert und aufgestellt werden.

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Kurz nach der Gründung begann Embraer ein neues Flugzeug zu entwickeln, das sowohl zivil, als auch militärisch genutzt werden konnte. Als Passagierflieger sollte die viermotorige EMB 500 Amazonas 30 bis 41 Reisenden Platz bieten und 500 Kilometer pro Stunde schnell fliegen. Das Projekt wurde dem Luftfahrtministerium präsentiert, aber von dort kam nie ein Auftrag für die 24 Meter lange Maschine.

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