Airbus A320 von Volotea: Die Airline will sich auf Korsika breitmachen.

Subventionierte FlügeVolotea rückt Air Corsica in der Heimat auf die Pelle

Seit 1998 fliegt die heimische Airline subventionierte Strecken ab der französischen Insel. Jetzt bewirbt sich Konkurrentin Volotea um den Auftrag - und setzt damit Air Corsica zu.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Auf Sardinien hat Volotea gewonnen. Sie ging aus dem Kampf mit Air Italy um die so genannten PSO-Flüge als Siegerin hervor. PSO steht für Public Service Obligation, auf Deutsch Gemeinwohlverpflichtung. Das heißt: Die EU subventioniert die Strecken, damit die Bevölkerung in den Regionen weiterhin gut angebunden ist.

Jetzt greift die spanische Fluggesellschaft auf der nächsten europäischen Insel an – und bringt die heimische Airline in Bedrängnis. Wie der TV-Sender France 3 berichtet, kann man bei Air Corsica derzeit keine Flüge mehr für die zeit nach Januar 2024 buchen. Seit 1998 hielt die Fluggesellschaft gemeinsam mit Air France, beziehungsweise deren Billigtochter Hop, die Streckenrechte für Flüge von Korsika nach Paris, Marseille und Nizza. Zwischen rund 18,47 Euro und rund 33,58 Euro bekommt Air Corsica pro Fluggast für Flüge ab Ajacco, Bastia, Calvi und Figari.  Dieses Geld ist jetzt gefährdet.

Basis gegen Subventionen

Volotea ist bereits auf der Insel aktiv. Doch sie will ihre Präsenz stark ausbauen und stellt sogar in Aussicht, eine Basis zu eröffnen – unter der Bedingung, den Zuschlag für die PSO-Flüge zu erhalten. Der aktuelle Vertrag mit Air Corsica und Air France läuft am 31. Dezember aus. Daher muss die Regionalregierung jetzt erstmals ein zweites Dossier für die PSO-Flüge von 2024 bis 2027 prüfen.

Dass man keine Flüge bei Air Corsica buchen kann, deutet darauf hin, dass die Airline ohne die Subventionen die Flüge nicht mehr durchführen würde. Auch für andere Strecken sind derzeit auf der Webseite im kommenden Jahr keine Flüge buchbar. Gegenüber France 3 erklärt Air Corsica, dass «das Thema bearbeitet wird und die Gespräche mit dem Tourismusamt von Korsika fortgesetzt werden, um Anfang September zu einer Lösung für diese Situation zu gelangen».

Wichtige Einnahmequelle

Für Air Corsica scheinen die Flüge also eine wichtige Einnahmequelle zu sein. Tatsächlich sind einige Fluggesellschaften auf PSO-Flüge spezialisiert, wie etwa auch die estnische Nordica. Auch Billigairlines wie Ryanair versuchen immer wieder, durch Subventionen ihre Gewinne aufzubessern.

Mehr zum Thema

Eine Boeing 737-800 der Aeroitalia: Die junge Fluggesellschaft kämpft um PSO-Flüge.

Erbitterter Kampf um subventionierte Flüge ab Sardinien

Flughafen Brünn: Noch keine Anbindung an ein Drehkreuz.

Niemand will München - Brünn fliegen

Airbus A320 Neo: Nordica sucht Crews.

Nordica fliegt mit Airbus A320 Neo ab Hamburg und München - aber für wen?

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack