Kabine von Virgin Atlantic: Bald mit Handyempfang.

Virgin Atlantic: Handys erlaubt

Die britische Fluglinie will Passagieren das Telefonieren mit dem Handy erlauben. Nicht alle Reisenden wünschen den Service.

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Den Anfang soll die Strecke von London nach New York machen. Viele Geschäftsreisende fliegen zwischen den angelsächsischen Metropolen hin und her - und wünschen sich, während des Fluges erreichbar zu sein. Das glaubt zumindest Virgin Atlantic. Die britische Fluggesellschaft bietet daher auf der Interkontinentalroute in ihren Airbus A330 den Passagieren nun an, ihre Mobiltelefone zu benutzen. Bis Ende des Jahres soll das Angebot auf mindestens zehn Strecken möglich sein, wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet. Damit ist Virgin der Konkurrentin British Airways einen Schritt voraus. Auf deren Flügen von London nach New-York können die Passagiere mit ihren Handys bisher nur SMS verschicken und ins Internet.

Nach und nach beliebter

Virgin nutzt eine Technik von Aero Mobile, einer Tochtergesellschaft des Elektronikkonzerns Panasonic. Umsonst wird das ganze aber nicht sein. Dafür, dass das Netz zur Verfügung gestellt wird, sollen die Passagiere ungefähr so viel zahlen, wie auch normales Roaming kosten würde. Doch ganz einwandfrei funktioniert der neue Service noch nicht. So kann etwa nur eine begrenzte Zahl an Handys gleichzeitig telefonieren, da die Aero-Mobile-Technik noch nicht mehr stemmt. Doch man arbeite ständig an Upgrades, heißt es aus dem Unternehmen. Ein anderes Hindernis ist gesetzlicher Natur: 250 Meilen, bevor ein Flieger in den amerikanischen Luftraum eindringt, müssen sämtliche Geräte abgeschaltet werden. So wollen es die Regeln der US-Luftfahrtaufsicht FAA.

So gut der Service ür einige Passagiere sein mag, andere nervt der Verlust von Ruhe an Bord. Virgin will deshalb nicht einfach auf Teufel komm raus neue Technik in den Fliegern installieren. «Wir machen uns schon auch Gedanken, ob Passagiere unseren Service überhaupt wollen», erklärt ein Sprecher der Airline gegenüber dem Telegraph. Doch Handyempfang und Internet seien etwas, was zunehmend wichtiger werde. In ihrer Boeing B787 Dreamliner, sie 2014 flugbereit sein soll, will Virgin auch vollen W-Lan-Empfang anbieten. Das Ganze ist Teil eines 100-Millionen-Pfund-Programms, mit dem die Airline seine Premium-Kabine aufmotzt.

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