Flieger von Thomas Cook: Gleich zwei Pläne zum Neustart von Konzernairlines haben sich zerschlagen.

Thomas-Cook-PleiteSo funktioniert die riesige Rückholaktion

150.000 britische Thomas-Cook-Kunden müssen in die Heimat zurückgebracht werden. Die Luftfahrtbehörde hat dazu eine Flotte von rund 45 Fliegern gechartert.

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Um 8:33 Uhr Ortszeit landete am Montagmorgen (23. September) der letzte Flug von Thomas-Cook-Airlines in Großbritannien. Der Airbus A330 von Thomas Cook Airlines brachte Reisende aus Orlando zurück nach Manchester. Für alle anderen rund 150.000 Kunden von Thomas Cook, die sich noch im Ausland befinden und zurück nach Großbritannien müssen, rollt eine riesige Rückholaktion mit dem Namen Operation Matterhorn an.

«Die Regierung hat uns gebeten, Thomas-Cook-Kunden mit der größten jemals in Friedenszeiten durchgeführten Rückführung Großbritanniens zu unterstützen», erklärte der Chef der britischen Luftfahrtbehörde CAA, Richard Moriarty. Man habe Flugzeuge aus aller Welt organisiert, um die Reisenden zurückzuholen. Die Behörde nannte weder die Zahl der Flieger noch die Namen der Airlines, von denen sie stammen. Doch laut dem Sender BBC handelt es sich um 45 gecharterte Maschinen, die schon am Montag 64 Routen bedienen sollen. Diese Flottengrößte entspreche etwa der fünftgrößten britischen Airline.

Viele Airlines und ein A380

Unter anderem Easyjet und Virgin Atlantic stellen laut BBC Flugzeuge ab. Der Online-Dienst Flightradar24 nennt bei Twitter zudem British Airways, Euro Atlantic, Hi Fly, Miami Air, Wamos, Nile Air, Evelop, Atlas und Freebird. Auch ein Airbus A380 von Malaysia Airlines soll gemäß verschiedenen britischen Medien zum Einsatz kommen.

Die Rückholaktion läuft über zwei Wochen, vom 23. September bis zum 6. Oktober. Auf einer speziell eingerichteten Internetseite der CAA können die Thomas-Cook-Kunden über eine Flughafenliste herausfinden, wann ihre Rückholflüge abheben. An einer kleinen Zahl von Zielen werden die Reisenden nicht von den Fliegern abgeholt, welche die CAA chartert, sondern müssen auf andere Linienflüge ausweichen und bekommen die Kosten erstattet.

Rückkehr zu anderen Airports

Dabei betont die Behörde, angesichts des Ausmaßes der Thomas-Cook-Insolvenz würden alle Passagiere kostenlos zurückgeholt. Normalerweise würde dies nur für Reisende gelten, die eine Pauschalreise gebucht hätten und somit über eine sogenannten ATOL-Regelung abgesichert wären. Passagiere, die nur die Flüge gebuchten haben, müssten selber zahlen.

Alleine am Montag stehen laut BBC für rund 16.000 britische Thomas-Cook-Kunden regulär die Rückflüge an. Die Behörde wolle mindestens 14.000 davon mit den Charterflügen zurückbringen. Dabei erklärte die CAA, es sei nicht möglich, alle Reisende zu den Flughäfen zu fliegen, die eigentlich das Ziel seien. Für diejenigen, die an einem anderen britischen Airport landeten als geplant, werde dann aber ein kostenfreier Weitertransport organisiert.

Probleme ab dem 7. Oktober

Problematisch kann es für diejenigen werden, die nach dem 6. Oktober zurückfliegen, wenn die Rückholaktion nicht mehr läuft. Sie müssen ihre Rückreise selber organisieren. Haben Sie keinen ATOL-Schutz, bleiben sie dann wohl auch auf den Kosten für diesen Flug sitzen.

Die aktuelle Rückholaktion ist zwar die größte, aber nicht die erste für die CAA. Im Herbst 2017 organisierte sie bereits die Rückkehr von Passagieren der insolventen Monarch Airlines.

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