Links und rechts zugleich aussteigen: Indigo ist sichtlich stolz auf die Idee.

ZeitersparnisIndigo lässt Fluggäste über drei Türen aussteigen

Der indische Billigflieger will die Zeit reduzieren, die seine Jets am Boden verbringen. Dazu lässt Indigo nun Reisende auch auf der rechten Seite des Flugzeugs aussteigen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Möglichst viele Sitze pro Flugzeug, eine Einheitsflotte, Kabinen ohne Schnickschnack und Luxus - all das trägt dazu bei, dass Billigairlines billig sein können. Etwas anderes aber mindestens genauso wichtig, um Geld zu verdienen: Die Jets dürfen möglichst wenig Zeit am Boden verbringen. Das gilt für Lowcostanbieter noch mehr als für andere Fluglinien.

Der Schlüssel dazu sind kurze Turnaround-Zeiten. Das Flugzeug muss also, nachdem es gelandet ist und seine Parkposition erreicht hat, diese möglichst schnell wieder verlassen und wieder abheben. In der Zwischenzeit wird es entladen, gereinigt, beladen und mehr.

Drei bis fünf Minuten Zeitersparnis

Der indische Billigflieger Indigo schickt sich nun an, das Aussteigen der Reisenden zu beschleunigen. Dazu greift es zu einer besonderen Maßnahme: Er lässt die Flugreisenden nicht nur mehr nur über eine Fluggasttreppe vorne und eine hinten auf der linken Seite des Fliegers aussteigen. Indigo stellt eine weitere Treppe vorne rechts ans Flugzeug - an die Tür, die kurz danach beispielsweise fürs Einladen des Caterings genutzt wird.

Indigo nimmt für sich in Anspruch, die erste Fluggesellschaft der Welt zu sein, die so vorgeht. Ziel sei es, die betriebliche Effizienz zu steigern und noch pünktlicher zu werden, so die Airline. Derzeit liegt ihre durchschnittliche Turnaround-Zeit laut eigenen Angaben bei 30 bis 35 Minuten. Der neue Aussteigevorgang soll drei bis fünf Minuten einsparen.

Start in Delhi, Mumbai und Bengaluru

Das Aussteigen über drei Türen wird bei den Airbus A320 und A321 der Airline eingeführt, die zusammen mit ATR 72 die Flotte bilden. Die Umstellung startet auf den äußeren Parkpositionen der Flughäfen Delhi, Mumbai und Bengaluru. Danach ist eine schrittweise Ausweitung geplant, mit dem Ziel, dass schließlich 70 Prozent der Indigo-Turnarounds in Indien so funktionieren.

Auch Ryanair brütetet schon einmal über dem Nadelöhr Tür. Die Billigairline plante vor zehn Jahren, zusammen mit dem chinesischen Hersteller Comac einem Prototyp mit größerem Einstiegsbereich zu bauen.  Man wolle, dass zwei Leute gleichzeitig durch eine Tür kommen, so Ryanair. Geworden ist daraus nichts.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Emirates: Die Flotte wächst etwas langsamer als geplant.

Was zwischen Landung und Start passiert

Indigo packt Recaro-Sitz in A320 Neo und A321 Neo

Indigo packt Recaro-Sitz in A320 Neo und A321 Neo

Pieter Elbers: Weg von KLM.

KLM-Chef wechselt zu indischer Billigairline Indigo

ticker-indigo

Indigo meldet stabilen Betrieb: Über 2050 Flüge täglich und minimale Ausfälle

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack