Frachttor einer Lockheed C-5 Galaxy der amerikanischen Luftwaffe: Wohl keine Lösung für Ryanair.

Ryanair plant größere Türen

Um das Einsteigen zu beschleunigen, arbeitet der Billigflieger mit Chinas Comac an Türen, durch die zwei Passagiere passen.

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Ryanair ist bekannt für irrwitzige Ideen. Doch dieses Mal steckt offenbar mehr dahinter als reine Provokation oder ein simpler Marketinggag. Die irische Fluggesellschaft arbeitet an einer radikalen Änderung des Flugzeugdesigns, wie Vizechef Howard Millar der britischen Tageszeitung The Guardian verriet. Man spanne dafür mit dem chinesischen Hersteller Commercial Aircraft Corporation of China (Comac) zusammen, um einem Prototypen eines neuen Flugzeuges mit einem größeren Einstiegsbereich zu schaffen. Das Nadelöhr Türen solle breiter werden, um den Prozess des Boardens zu beschleunigen. «Wir wollen, dass zwei Leute gleichzeitig durch eine Tür kommen» so Millar.

Die Idee dahinter ist klar: Dadurch könnte Ryanair die Zeit verkürzen, in der die Jets am Boden sind - ein entscheidender Faktor für einen Billigflieger. Denn je kürzer der so genannte Turnaround, desto öfter kann ein Flugzeug am Tag fliegen. «Wir wollen ein Flugzeug, das unserem Geschäftsmodell entspricht», erklärt Millar. Die Zusammenarbeit mich dem chinesischen Staatskonzern laufe sehr gut. Die Designer von Comac hätten nicht mit der Wimper gezuckt als man etwas ungewöhnlichere Ideen vorgebracht habe. «Boeing und Airbus würden dich anschauen als hättest du zwei Köpfe, wenn du eine größere Tür verlangst», so Millar im Guardian.

Normale Anzahl Toiletten

Derzeit betreibt Ryanair eine Flotte von 294 Boeing B737-800. Schon vor einiger Zeit gab die Fluglinie bekannt, nach einem neuen Flieger Ausschau zu halten, der die heutigen ab 2020 ersetzen könnte. Sie wollte dabei das Duopol der Hersteller Boeing und Airbus sprengen und nahm Gespräche mit Comac auf. Neben größeren Türen soll die speziell für die Bedürfnisse von Ryanair designte Variante des Modells C919 weniger Raum für Bordküchen aufweisen. Den brauchen die Iren kaum. Millar versprach aber, dass man eine normale Anzahl Toiletten plane. Sein Chef Michael O'Leary hatte bereits einmal laut darüber nachgedacht, keine Klos mehr anzubieten, um Platz im Flieger zu sparen.

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