Frachttor einer Lockheed C-5 Galaxy der amerikanischen Luftwaffe: Wohl keine Lösung für Ryanair.

Ryanair plant größere Türen

Um das Einsteigen zu beschleunigen, arbeitet der Billigflieger mit Chinas Comac an Türen, durch die zwei Passagiere passen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Ryanair ist bekannt für irrwitzige Ideen. Doch dieses Mal steckt offenbar mehr dahinter als reine Provokation oder ein simpler Marketinggag. Die irische Fluggesellschaft arbeitet an einer radikalen Änderung des Flugzeugdesigns, wie Vizechef Howard Millar der britischen Tageszeitung The Guardian verriet. Man spanne dafür mit dem chinesischen Hersteller Commercial Aircraft Corporation of China (Comac) zusammen, um einem Prototypen eines neuen Flugzeuges mit einem größeren Einstiegsbereich zu schaffen. Das Nadelöhr Türen solle breiter werden, um den Prozess des Boardens zu beschleunigen. «Wir wollen, dass zwei Leute gleichzeitig durch eine Tür kommen» so Millar.

Die Idee dahinter ist klar: Dadurch könnte Ryanair die Zeit verkürzen, in der die Jets am Boden sind - ein entscheidender Faktor für einen Billigflieger. Denn je kürzer der so genannte Turnaround, desto öfter kann ein Flugzeug am Tag fliegen. «Wir wollen ein Flugzeug, das unserem Geschäftsmodell entspricht», erklärt Millar. Die Zusammenarbeit mich dem chinesischen Staatskonzern laufe sehr gut. Die Designer von Comac hätten nicht mit der Wimper gezuckt als man etwas ungewöhnlichere Ideen vorgebracht habe. «Boeing und Airbus würden dich anschauen als hättest du zwei Köpfe, wenn du eine größere Tür verlangst», so Millar im Guardian.

Normale Anzahl Toiletten

Derzeit betreibt Ryanair eine Flotte von 294 Boeing B737-800. Schon vor einiger Zeit gab die Fluglinie bekannt, nach einem neuen Flieger Ausschau zu halten, der die heutigen ab 2020 ersetzen könnte. Sie wollte dabei das Duopol der Hersteller Boeing und Airbus sprengen und nahm Gespräche mit Comac auf. Neben größeren Türen soll die speziell für die Bedürfnisse von Ryanair designte Variante des Modells C919 weniger Raum für Bordküchen aufweisen. Den brauchen die Iren kaum. Millar versprach aber, dass man eine normale Anzahl Toiletten plane. Sein Chef Michael O'Leary hatte bereits einmal laut darüber nachgedacht, keine Klos mehr anzubieten, um Platz im Flieger zu sparen.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair startet Flüge von Bremen nach Kalabrien

ticker-ryanair

Sunweb setzt künftig auch auf Ryanair-Flüge

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-ryanair

USA übernehemen Untersuchung zu Fenster-Zwischenfall auf Ryanair-Flug nach Memmingen

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies