Absturz im SinaiAuswertung der Black Box erhärtet Terror-These

Europäische Experten sind sich inzwischen sehr sicher: Der Airbus A321 der russischen Metrojet/Kogalymavia wurde über dem Sinai von einer Bombe zerfetzt. Das zeigt die Analyse der Black Box.

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Eine Woche ist es her, seit ein Airbus A321 von Metrojet/Kogalymavia über dem Sinai abstürzte. Und inzwischen wird immer deutlicher, was die wahrscheinliche Ursache war. Die Maschine der russischen Fluggesellschaft wurde in der Luft von einer Bombe zerrissen. Das glauben nun auch europäische Ermittler, die den ägyptischen Kollegen bei der Analyse helfen. Sie haben am Freitag (6. November) erstmals die Flugschreiber ausgewertet.

Offenbar verliefen die ersten 24 Minuten des Fluges völlig normal. Normale Gespräche der Piloten, normale Abläufe, normaler Steigflug auf Reiseflughöhe – keine Alarmsignale. Und dann ist auf dem Stimmenrekorder offenbar eine Explosion zu hören, wie der TV-Sender France 2 berichtet. Und danach zeichnete die Black Box gar nichts mehr auf. «Die Ermittler sind sich sicher, dass eine Bombe an Bord war», so ein Journalist des Kanals, der vor Ort dabei war.

Experten sind sich sicher

Die europäischen Experten seien voll überzeugt, dass eine Bombe schuld sei, so France 2 weiter. Ägypten will die ersten Kenntnisse am Samstag der Öffentlichkeit präsentieren. Beim Absturz des A321 kamen 224 Menschen ums Leben.

Zuvor hatte sich auch Russland entschieden, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Präsident Wladimir Putin ordnete am Freitag an, alle Flüge nach Ägypten zu verbieten. Damit geht Moskau gar noch weiter als Großbritannien, das nur Sharm El-Sheik auf die No-Fly-List setzte. Für Ägypten ist das ein harter Schlag. Die Russen waren im Nil-Land eine wichtige Touristengruppe. Sie machen rund ein Drittel aller Ankünfte aus.

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