Saab GlobalEye: Bald bei der Nato im Einsatz?

BerichtNato will offenbar Awacs-Aufklärer Boeing E-3 Sentry durch Saab GlobalEye ersetzen

Die Nato steht offenbar vor einer richtungsweisenden Beschaffungsentscheidung. Als Nachfolger des fliegenden Radarsystems Boeing E-3 Sentry gilt das europäische System Saab GlobalEye als Favorit – mit weitreichenden militärischen und politischen Folgen.

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Nach mehr als vier Jahrzehnten könnte eines der bekanntesten Flugzeuge der Nato vor dem Ruhestand stehen. Das Bündnis plant offenbar, seine betagte Awacs-Flotte – die Abkürzung steht für Airborne Warning and Control System – durch GlobalEye von Saab zu ersetzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erwägt die Nato, ihre 14 Frühwarnflugzeuge des Typs Boeing E-3 Sentry durch moderne Saab GlobalEye zu ersetzen.

Eine entsprechende Vereinbarung könnte bereits auf dem Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara bekannt gegeben werden. Das Awacs-System der Nato basierend auf der Boeing E-3 Sentry, steht seit 1982 im Dienst und basiert auf der Boeing 707. Seit Jahrzehnten bildet es das fliegende Auge des Bündnisses und dient der Luftraumüberwachung sowie der Führung von Luftoperationen.

Schweden ist Nato-Neumitglied

Der Bericht weist darauf hin, dass eine Entscheidung zugunsten des schwedischen Herstellers und gegen ein amerikanisches System die Spannungen innerhalb des Bündnisses weiter verschärfen könnte. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt gefordert, bei Rüstungsbeschaffungen verstärkt auf amerikanische Produkte zu setzen.

Als möglicher Nachfolger der Awacs-Flotte galt unter anderem auch die Boeing E-7 Wedgetail. Mit der Wahl der Saab GlobalEye würde sich die Nato stattdessen für eine europäische Lösung entscheiden. Schweden ist seit 2024 Mitglied der Nato.

Saab GlobalEye auch bereits am Persischen Golf im Einsatz

Die Saab GlobalEye operiert in einer Höhe von bis zu 37.000 Fuß und kann Bedrohungen in Entfernungen von bis zu 650 Kilometern erkennen. Durch den Einsatz in großer Höhe lassen sich zudem tote Winkel reduzieren, die beispielsweise durch Gebirge oder Störungen über vereisten Meeresflächen entstehen können.

Neben Schweden, das ab 2027 drei Saab GlobalEye erhält, setzen bereits die Vereinigten Arabischen Emirate fünf Exemplare am Persischen Golf ein. Auch Kanada hat sich kürzlich für die Beschaffung von sechs Exemplaren des schwedischen Airborne early warning and control-Systems entschieden.

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