Ein Vertrag ist zwar noch nicht unterzeichnet. Doch Kanada spricht nur noch mit Saab. Das Land will seine luftgestützte Frühwarnung verbessern. Und dabei will sie auf das System GlobalEye des schwedischen Rüstungskonzerns setzen. Kanada, das 28 Mal größer als Deutschland ist, erhofft sich mit dem System eine bessere Überwachung seines Luftraums sowie seiner fragmentierten See- und Landgebiete.
Saab bietet an, die kanadischen GlobalEyes gemeinsam mit lokalen Partnern zu produzieren, warten und modernisieren. Gleichzeitig plant der Konzern Technologie- und Wissenstransfer sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung, um Kanadas Verteidigungssektor zu fördern.
Saab Global Eye: integriertes Kommando- und Kontrollzentrum
Das hochmoderne luftgestützte Frühwarn- und Aufklärungssystem von Saab basiert auf der Bombardier Global 6500. Sämtliche von Radar- und Sensorsystemen erfassten Daten werden in ein integriertes Kommando- und Kontrollzentrum an Bord eingespeist, wodurch GlobalEye als fliegende Führungszentrale fungiert. Dank einer Einsatzdauer von über zwölf Stunden sowie der Kapazität, auch kurze Start- und Landebahnen zu nutzen – wichtig in den verschneiten und vereisten Regionen Kanadas – kann das schwedische System flexibel von abgelegenen Basen aus operieren.
Saabs GlobalEye operiert in einer Höhe von 37.000 Fuß und erkennt Bedrohungen in einer Entfernung von bis zu 650 Kilometern Durch das Kreisen in großer Höhe verringern AEW&C-Flugzeuge zudem tote Winkel, die durch Berge oder Störsignale von Meereis verursacht werden, und können große Patrouillengebiete überwachen. Ausgestattet mit fortschrittlichen AESA-Radarsystemen können sie ihre Energie auf relevante Gebiete oder Ziele konzentrieren und selbst bei starker Störung oder starken Störsignalen eine automatische Verfolgung durchführen.