Kontrollen der TSA: Das Verhalten der Passagiere im Blick.

UntersuchungVerhaltenskontrollen an US-Flughäfen nutzlos?

Auf der Suche nach potenziellen Terroristen achten Mitarbeiter an US-Flughäfen auf das kleinste Zwinkern. Doch für die Kriterien, nach denen sie vorgehen, fehlen Belege.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Mitarbeiter der US-Transportsicherheitsbehörde (TSA) halten an den amerikanischen Flughäfen nach potentiellen Terroristen Ausschau. Dabei achten sie unter anderem auf Verhaltensweisen, die darauf hindeuten sollen, dass Reisende Böses im Sinn haben könnten. Zu den Verhaltensindikatoren, an denen sich die TSA-Mitarbeiter orientieren, gehört es etwa, zu bewerten, wie jemand schluckt oder wie weit jemand die Augen öffnet. So soll auffallen, wenn ein Passagier gestresst ist, Angst hat oder versucht, das Sicherheitspersonal zu täuschen.

Im Jahr 2013 nahm das GOA - der Rechnungshof, der als Untersuchungsorgan dem US-Kongress unterstellt ist - die Indikatoren der TSA unter die Lupe. Das Ergebnis: Es gab keine ausreichenden Belege dafür, dass die Indikatoren tatsächlich dazu beitragen können, Personen aufzuspüren, die ein Risiko für die Luftfahrtsicherheit darstellen. Also musste die Sicherheitsbehörde über die Bücher und die Grundlage ihres Verhaltenskataloges darlegen. Sie reduzierte die Liste der Indikatoren und präsentierte ihre Quellen.

98 Prozent der Quellen nicht anerkannt

Nun hat das GOA erneut geprüft und ihr Ergebnis ist eindeutig: Die TSA habe bei 28 ihrer 36 Verhaltensindikatoren «keine gültigen Beweise», dass diese dazu geeignet seien, potentiell gefährliche Personen zu identifizieren. Von den 178 Quellen, die die Sicherheitsbehörde vorlegte, erkannte das Untersuchungsorgan 175 Quellen und damit 98 Prozent nicht als gültige Belege an. Viele der Quellen waren Nachrichtenartikel, Meinungsstücke oder Sekundärliteratur. Von den drei von der GOA anerkannten Quellen lieferte eine die Belege für sieben Indikatoren, die beiden anderen für einen Indikator.

«Nach jahrelangem Druck auf die TSA, eine wissenschaftliche Rechtfertigung vorzulegen für ihr Milliarden Dollar schweres Programm zur Verhaltenserkennung, ist es lächerlich, dass die TSA wenig mehr als Nachrichtenartikel und Meinungsstücke präsentiert», sagte Bennie Thompson, Abgeordneter der Demokraten im US-Repräsentantenhaus. Er forderte, dass der Kongress die finanziellen Mittel für das Programm kürze. Das GOA hatte schon 2013 empfohlen, die Mittel zu deckeln, bis die TSA Beweise vorlege. Neue Empfehlungen gab der Rechnungshof nun nicht ab.

Mehr zum Thema

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack