Ein A320 Neo von Austrian Airlines: Der Airline droht Ärger von. Verbraucherschützern.

VerbraucherschutzVerbraucherschutz droht Austrian Airlines mit Klage wegen Kleingedrucktem

Der österreichische Verbraucherschutz kritisiert mit Schützenhilfe der Regierung die Beförderungsbedingungen der nationalen Fluglinie. Er setzt Austrian Airlines eine Frist sie zu ändern - sonst will er klagen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Austrian Airlines und der Verein für Konsumenteninformation kennen sich gut. Vergangenes Jahr hatten die österreichische Verbraucherschutzorganisation Klage gegen die nationale Fluglinie eingereicht. Der Vorwurf: Greenwashing. Das Landesgericht Korneuburg gab der Klage statt und bewertete die Werbung von AUA als irreführend.

Knapp elf Monate später hat sich der Verbraucherschutz die österreichische Lufthansa-Tochter erneut vorgenommen - im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Der Vorwurf dieses Mal: Die Allgemeinen Beförderungsbedingungen bei Austrian Airlines beinhalteten in drei Punkten grob nachteilige Vertragsklauseln für die Fluggäste. Auslöser sei die stark zunehmende Zahl an Verbraucherbeschwerden, so der Verein.

Drei Punkte werden beanstandet

Konkret vorgehen möchte der Verein für Konsumenteninformation gegen die von Austrian Airlines erhobene Ticketgebühr von fünf Euro pro Ticket. Die Konsumentenschützer sehen dies als grobe Benachteiligung, da eine Beförderung ohne Ticket nicht möglich ist. Reisende würden gezwungen, diese Gebühr zu zahlen, was als unverhältnismäßig und unfair angesehen werden könne, so die Organisation.

Der zweite Punkt betrifft Rückzahlungen. Die Verbraucherschützenden bemängeln, dass die Rückerstattung des Flugpreises entweder ausgeschlossen oder nur gegen eine Gebühr möglich sei. Die Klausel schließe zudem auch die Rückerstattung von Steuern, Gebühren und Zuschlägen aus, die gar nicht angefallen seien. Aus rechtlicher Sicht seien diese an die Reisenden auszuzahlen, argumentiert der Verband.

Verbraucherschutz setzen Frist von einer Woche

Als letzten Punkt kritisiert der Verbraucherschutz die Neuberechnung des Flugpreises bei Nicht-Einhaltung der Flugreihenfolge. Austrian Airlines behält sich in ihren Beförderungsbedingungen vor, den Preis der Flugtickets neu zu berechnen, sollte die Reihenfolge der gebuchten Flüge nicht eingehalten werden. Ein Beispiel wäre, wenn ein Flug von Wien über Brüssel nach London gebucht wurde, aber nur der Flug von Wien nach Brüssel genutzt wird.

Die Verbraucherschützer haben Austrian Airlines bis nächste Woche Zeit gegeben, zu den beanstandeten Klauseln eine Unterlassungserklärung abzugeben. Mit einer solchen verpflichtet sich ein Vertragspartner, bestimmte Handlungen in Zukunft zu unterlassen, meist unter Androhung einer Strafe. Sollte dies nicht passieren, wird der Verein für Konsumenteninformation im Auftrag des österreichischen Sozialministeriums klagen.

AUA prüft Vorwürfe

Austrian Airlines teilt gegenüber aeroTELEGRAPH mit, ein entsprechendes Schreiben des Vereins für Konsumenteninformation erhalten zu haben. «Dieses wird aktuell intern gewissenhaft geprüft». Weiter äußern möchte sich die Fluglinie nicht.

Mehr zum Thema

Das Inserat von Austrian Airlines: Ethik-Kodex «nicht ausreichend sensibel umgesetzt».

Gericht verurteilt Austrian Airlines wegen irreführender Klima-Werbung

Das Inserat von Austrian Airlines: Ethik-Kodex «nicht ausreichend sensibel umgesetzt».

Austrian Airlines kassiert Rüffel wegen Werbung

Boeing 747 von Lufthansa: Grünes Mäntelchen oder echtes Engagement?

Verbraucherschutz wirft Lufthansa und Co. Irreführung vor

Boeing 787 von Austrian Airlines: Die Flotte wird wachsen.

Austrian Airlines‘ dritter Dreamliner verspätet sich

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack