Sitz der AEA in Brüssel: Bald weniger Einnahmen.

Auch Air Berlin macht den AbflugAderlass beim Airlineverband AEA

Der Verband europäischer Fluggesellschaften schrumpft gewaltig. Nach Iberia und British Airways tritt auch Air Berlin aus der AEA aus.

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In seiner Selbstbeschreibung nennt sich die AEA die «vertrauenswürdige Stimme der europäischen Airlines». Doch die Stimme klingt nach und nach schwächer. Denn nun tritt auch Air Berlin aus dem Verband europäischer Fluggesellschaften aus. Zuvor hatten ihn schon die Schwergewichte British Airways und Iberia verlassen. Alitalia dürfte bald nachfolgen.

Air-Berlin-Chef Stefan Pichler redet Klartext: «Wir sehen keine Zukunft in einer protektionistischen Luftverkehrspolitik in Europa». Genau die fördere aber die AEA. «Mit ihrer aktuellen Ausrichtung und Interessensvertretung» komme der Verband der Idee des freien Wettbewerbs nicht nach. Er lasse sich dabei «von Fluggesellschaften treiben, die eine neue Mauer um Europa bauen wollen», so Pichler in einer Medienmitteilung.

Auch Alitalia auf dem Absprung

Auch British Airways und Iberia hatten den in Brüssel angesiedelten Verband aus dem gleichen Grund kritisiert und verlassen. Alitalia trägt gemäß dem neuen Chef Silvano Cassano derzeit die Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft zusammen. Die italienische Nationalairline will in den kommenden Tagen abschließend entscheiden. Die Austretenden verbindet eines: Alle haben sie Golfairlines als große Aktionäre - Etihad oder Qatar.

Die AEA wird nach den Austritten noch mehr zu einem Instrument der beiden großen europäischen Gruppen Air France-KLM und Lufthansa. Zudem leidet sie unter einem massiven Einnahmenschwund, weil große Zahler wegfallen. Der Verband zählt nach den Abgängen (Alitalia bereits mitgezählt) noch 25 Mitglieder. Er war 1952 von Air France, KLM, Sabena und der Swissair gegründet worden.

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