Strand auf Barbados: Nicht mehr von Kolumbien aus zu erreichen.

Avianca fliegt nicht mehrVenezuela-Krise trifft auch Barbados

Avianca hat die Flüge nach Barbados eingestellt. Grund ist offenbar die Krise in Venezuela. Eine Wende ist bisher nicht in Sicht.

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Am 28. Juli strich die Fluggesellschaft die Verbindung zwischen Bogota und der Karibikinsel Barbados. «Aufgrund von operativen Einschränkungen hat Avianca entschieden, seine Flüge zwischen Bogota und Barbados auf unbestimmte Zeit auszusetzen», teilte die Airline mit. Man bedauere die Auswirkungen für die Kunden, bemühe sich um eine zufriedenstellende Lösung und bedanke sich für das Verständnis für «diese Maßnahme, die darauf abzielt, die Sicherheit aufrechtzuerhalten», so Avianca.

Die Mitteilung kam nur einen Tag, nachdem Avianca alle Verbindungen zwischen Venezuelas Hauptstadt Caracas auf der einen Seite und Bogota und Lima auf der anderen Seite aus Sicherheitsgründen mit sofortiger Wirkung gestrichen hatte, und nicht wie ursprünglich geplant erst am 16. August. Dass die Flüge von Bogota nach Barbados durch venezolanischen Luftraum führen, dürfte auch der Grund für diese Streichung sein, auch wenn die Fluggesellschaft dies in ihrer Mitteilung nicht explizit ausspricht.

Tourismusminister: Arbeiten mit Avianca zusammen

Barbados' Tourismus- und Transportminister Richard Sealy sagte laut der Zeitung Nation News: «Natürlich verstehen wir alle Aviancas Entscheidung, die Flüge auszusetzen.» Man arbeite eng mit der Fluggesellschaft zusammen, um praktikable Lösungen zu finden. Zu einem Erfolg hat das bisher aber offenbar noch nicht geführt, denn Avianca hat noch kein Signal gegeben, die Flüge wieder aufnehmen zu wollen.

Die Nachrichten-Webseite Barbados Today spekuliert derweil darüber, ob es zu Aviancas Nachteil sein könnte, dass der Chef des Hauptanteilseigners Synergy Group, German Efromovich, gute Verbindungen zu konservativen Politikern wie Kolumbiens Ex-Präsident Alvaro Uribe und Argentiniens Präsident Mauricio Macri haben soll. Diese stehen in keinem guten Verhältnis zu Venezuelas sozialistischem Präsidenten Nicolas Maduro.

Isoliertes Land

Nach Venezuela selbst fliegen wegen der Krise im Land immer weniger Airlines. Ende Juli strichen auch Air France und Iberia kurzfristig Flüge nach Caracas. Die Piloten von Air Europa fürchten um ihre Sicherheit und wollen ihre Fluglinie zu einer Einstellung der Verbindungen bringen.

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