100-Dollar-Scheine: Davon bräuchte es 760.000 für den Icao-Beitrag der USA.

Mangelnde ReformenUSA halten Beiträge an Icao zurück

Die Vereinigten Staaten sind unzufrieden mit der Uno-Organisation für zivile Luftfahrt. Grund dafür ist der Umgang mit einer Cyberattacke.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Ein im Februar 2019 veröffentlichter Bericht des kanadischen TV-Senders CBC ließ die International Civil Aviation Organization Icao in schlechtem Licht erscheinen. Interne Dokumente, welche die Journalisten auswerteten, zeigten das gravierende Ausmaß einer Cyberattacke. In deren Folge versuchte die Icao-Spitze, den Vorfall herunterzuspielen. IT-Mitarbeitende, die fundamentale Sicherheitsregeln missachtet hatten, wurden zwar - bei fortgesetzter Entlohnung - kurzfristig beurlaubt, kamen aber ohne weitere Sanktionen davon.

Der Vorfall und vor allem der Umgang der Icao-Spitze damit könnte nun weitreichende Konsequenzen haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, haben die USA bei der Icao-Generalversammlung in Montréal angekündigt, bis auf Weiteres keine Beiträge mehr an die Organisation zu zahlen. Mit 76 Millionen US-Dollar stemmen die USA rund ein Viertel des Icao-Jahresbudgets.

Die Vorwürfe der USA an die Icao

Gemäß der Reuters-Quelle begründeten die USA den Schritt mit mangelndem Reformwillen, zu wenig ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein und fehlender Transparenz. Trotz gemachten Versprechungen fehle weiterhin ein ausreichender Schutz für Whistleblower, welche über Mängel in der Icao Auskunft geben könnten.

Ein Icao-Sprecher hingegen sagte gegenüber Reuters, dass zahlreiche Länder die Reformbereitschaft gelobt hätten, mit der die Organisation auf die Enthüllung der Cyberattacke reagiert habe. Bei einem Ausbleiben der Beiträge Washingtons sei es fraglich, ob die von US-Transportministerin Elaine Chao bei einem Besuch im Icao-Hauptquartier in Montréal angekündigten Sicherheitsinitiativen umgesetzt werden könnten.

Resolution zu Corsia-Initiative

Ungeachtet der Kontroversen beschlossen die 193 Mitgliedstaaten bei der Icao-Generalversammlung eine Resolution, mit der sie ihren Willen zur Umsetzung der Corsia-Initiative bekräftigen. Ab 2020 soll das Wachstum der Zivilluftfahrt gemäß den Zielen der Initiative emissionsneutral erfolgen. In einer Mitteilung  zeigte sich der Branchenverband Iata erfreut über das Signal der Staatengemeinschaft. Die Iata selber hat sich zum Ziel gesetzt, die in der Luftfahrt anfallenden Emissionen bis 2050 auf die Hälfte der Werte aus dem Jahr 2005 zu reduzieren.

Mehr zum Thema

Dominica ist jetzt Mitglied der Icao

Dominica ist jetzt Mitglied der Icao

Der CO2-Austoss pro Passagier halbierte sich seit Mitte der 90er, das Passagiervolumen verfielfachte sich jedoch.

Globale Luftfahrt macht Ernst beim Emissionshandel

Cockpit einer Boeing 787: Der Hersteller streitet jede Gefährdung ab.

Boeing wehrt sich gegen Hacker-Kritik an 787

Flugverlauf: Absturz nahe West Palm Beach.

Bombardier Learjet 60 stürzt in Wohngebiet in Florida - neun Tote

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies