Dreamliner von United: Die Fluglinie will bis 2026 ihre Flotte mit Blindenschrift ausstatten.

Sitze, Reihen und ToilettenUnited führt in ihren Jets Blindenschrift ein

Die amerikanische Fluggesellschaft hat angekündigt, die Kabinen ihrer Flugzeuge mit Blindenschrift auszurüsten. Damit nimmt United Airlines eine Vorreiterrolle ein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Franzose Louis Braille entwickelte 1825 als 16-Jähriger die nach ihm benannte Brailleschrift. Es ist eine Blindenschrift, die auf einem Punkte-Schema basiert. Dank sechs Punkten, die in zwei senkrechten Dreierreihen angeordnet sind, lassen sich alle Buchstaben, Zahlen, Musiknoten und Satzzeichen darstellen. Braille war durch einen Unfall erblindet, als er drei Jahre alt war.

Die Schrift hilft Menschen mit Sehbehinderung heute im Alltag. Aber nicht überall ist sie gleich verbreitet - in der Luftfahrt etwa findet man sie eher selten. United Airlines geht jetzt einen Schritt weiter: Die Fluggesellschaft teilte mit, alle Maschinen mit der Brailleschrift auszustatten, um die eigenständige Navigation in der Kabine zu erleichtern.

Hauptflotte soll ausgestattet werden

Noch sind nur rund zwölf Flugzeuge mit Braille-Markierungen für einzelne Reihen und Sitznummern sowie die Toiletten ausgestattet. United plant, bis Ende 2026 die gesamte Hauptflotte mit Braille-Schrift auszustatten. Das Flugdatenportal CH Aviation listet aktuell 851 Flugzeuge als aktiv auf.

Zusätzlich zur Brailleschrift plant United auch, auch andere taktile, auf Berührung basierende Navigationshilfen in der gesamten Kabine einzuführen, wie etwa erhabene Buchstaben, Zahlen und Pfeile. Die Fluggesellschaft arbeitet dafür eng mit dem National Federation of the Blind (NFB), dem American Council of the Blind (ACB) und weiteren Verbänden zusammen.

Deutsche Bahn weiter als Flugbranche

Andere Airlines sind noch nicht ganz so weit, bieten aber zumindest einen speziellen Service für sehbehinderte Menschen. Bei der Lufthansa etwa erhalten die Gäste einen Begleitservice und auch eine eigene Sicherheitsanweisung.

Die Deutsche Bahn ist weiter. So heißt es auf der Website, dass neue und modernisierte Fernverkehrszüge mit Orientierungshilfen, wie beispielsweise taktilen Beschriftungen im Einstiegsbereich, an den Sitzplätzen und in den Sanitärräumen ausgestattet sind. Zudem sind Sitzplatznummern, Glasflächen, die Ruhe- und Handybereiche anzeigen, sehr kontrastreich gestaltet.

Mehr zum Thema

Fliegen: Auf Sicht oder mit Instrumenten möglich.

Was bedeutet es eigentlich, blind zu fliegen?

Kunde mit dem Sonnenblumen-Anhänger: Er braucht spezielle Unterstützung.

Schlüsselanhänger hilft Reisenden mit unsichtbaren Behinderungen

Grafik der Sitzsysteme: Mit den Boxen kann Luftfracht vor oder auf gewöhnlichen Sitzen platziert werden.

Fracht soll in der Kabine für Social Distancing sorgen

Business Lounge im A380 von Qantas: Bald mit neuem Interieur.

Qantas: Mehr Sitze im A380

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies