Flieger von Air France: Die Airline will ihre Inlandsflüge kompensieren.

Freiwillige Abgaben ab 2020Air France kompensiert alle Inlandsflüge

Frankreichs Nationalairline kündigt an, ab 2020 den CO2-Ausstoß aller Inlandsflüge auszugleichen. Die von Frankreich geplante Ökosteuer kritisiert Air France weiterhin scharf.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die französische Regierung will bereits im nächsten Jahr eine Ökosteuer einführen. Tickets für in Frankreich startende Flüge sollen je nach Buchungsklasse und Flugdistanz mit 1,50 Euro bis 18 Euro besteuert werden. Mit den Einnahmen von bis zu 180 Millionen Euro möchte das Land unter anderem den Ausbau des Bahnnetz und Klimaschutzprojekte fördern.

Bei Air France reagierte man auf die Ankündigung der Ökosteuer im Juli mit Kritik. Besonders im verlustreichen Inlandsverkehr befürchtet die französische Nationalairline eine schwindende Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt kündigte Chefin Anne Rigail in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien eine Gegenmaßnahme an. Air France zahlt ab 2020 freiwillig Abgaben zum Klimaschutz.

Abgaben und Plastikverzicht sind freiwillig

Der CO2-Austoß der Inlandsflüge werde künftig vollständig kompensiert, sagte Rigail. Laut der Managerin führt die Fluggesellschaft täglich ungefähr 500 Flüge innerhalb Frankreichs durch. Die «Investition von mehreren Millionen Euro» erfolge freiwillig. Die Gelder sollen in Projekte zur Aufforstung, zum Waldschutz, zum Erhalt von Artenvielfalt sowie in die Entwicklung umweltfreundlicher Energien fließen. Zudem will Air France vom selben Zeitpunkt an den Gebrauch von Einweg-Kunststoffen in ihren Flugzeugen verbannen.

Die geplante Ökosteuer der französischen Regierung kritisiert die Airline trotz eigenem Engagements in Sachen Umweltschutz nach wie vor. «Diese Steuer ist Unsinn», sagt Rigail. Laut der Air-France-Chefin ist nicht die Steuer an sich das Problem, sondern deren Verwendung.

Bevorzugung von Schiene und Straße stört Air France

Die Air-France-Chefin bemängelt, dass die geplante Steuer auch den Straßenverkehr fördert. Dieser sorge weltweit mit 15 Prozent für einen höheren Ausstoß des klimaschädlichen CO2 als die Luftfahrt mit 2 bis 3 Prozent, sagt Rigail. Dass die Steuergelder in das Schienennetz fließen, sei zudem unfair, da die französische Eisenbahn bereits stark subventioniert werde, so die Managerin weiter. «Es wäre tugendhaft, wenn es möglich wäre, die Forschung an Flugzeugen zu finanzieren oder einen Biokraftstoffsektor zu schaffen», sagt Rigail dem Blatt.

Ähnlich äußerten sich auch in der deutschen Luftfahrt Anbieter und Lobbyisten. Im September einigte sich die Große Koalition auf ein neues Klimaschutzpaket, das Bahnfahrten günstiger und Flugtickets teurer machen soll. Stimmen von Kritikern wurden daraufhin laut, dass die Maßnahme den Ausstoß von Emission nur verlagert und die Entwicklung klimafreundlicher Flugzeuge ausbremst.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack