Während der Corona-Krise geparkte Boeing 777-200 von Ukraine International: Die Airline such Einnahmequellen.

Auch SwissUkraine International bietet ihr Personal anderen Airlines an

Die ukrainische Fluggesellschaft versucht, ihre Mitarbeitenden bei anderen Airlines unterzubringen. Auch Swiss prüft Möglichkeiten der Integration.

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«Viele unserer Mitarbeitenden haben Anzug und Krawatte gegen Militäruniform und -ausrüstung getauscht», schrieb Ukraine International Airlines bereits Anfang März in einem Offenen Brief. Die Airline hat nach dem Einmarsch Russlands ihren Betrieb einstellen müssen. Und das wohl für längere Zeit.

Doch nicht alle Angestellten sind in den Krieg gezogen. Viele sind auch geflüchtet oder haben das vor. Ihnen will ihre Arbeitgeberin helfen. Wie aeroTELEGRAPH aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat, versucht Ukraine International proaktiv, Beschäftigung für ihre Mitarbeitenden bei anderen Fluggesellschaften zu finden.

Personal für die Boeing 777?

Die Führung der ukrainischen Nationalairline hat andere Betreiber von Embraer E-Jets, Boeing 737 und 777 kontaktiert und angeboten, Kabinenpersonal zur Verfügung zu stellen, sollte es Bedarf geben. Bei Swiss heißt es beispielsweise, man nehme das Thema der möglichen Arbeitsintegration von Flüchtenden sehr ernst. «Derzeit prüfen wir proaktiv, ob und in welcher Form ein Einsatz von ukrainischen Flüchtlingen in unserem Betrieb möglich ist», so ein Sprecher.

Was die Flotte betrifft, haben die beiden Airlines nicht besonders viele Überschneidungen, was die Integration der Mitarbeitenden erschweren könnte. Eine Gemeinsamkeit könnte die Boeing 777 sein, die Ukraine International und Swiss betreiben. Mit Embraer E-Jets fliegt unter anderem Austrian Airlines.

Auch Helvetic Airways will Geflüchtete integrieren

Nicht nur bei Swiss laufen Bemühungen, Geflüchtete in die Arbeit zu integrieren. Auch Helvetic Airways, die unter anderem für Swiss im Wet-Lease fliegt, plant Ähnliches. Derzeit laufe ein entsprechendes Projekt mit den Arbeitsämtern der Kantone Zürich, Aargau, Basel-Stadt und Thurgau, bestätigt die Airline der Zeitung Tages-Anzeiger. Man wolle bereits ab April Leute aus der Ukraine einstellen, so Helvetic.

Auch die ukrainische Billigairline Sky Up hat sich an andere Airlines gewandt. Sie hat kürzlich um Wet-Lease gebeten - auch um der Ukraine zu helfen. Viele ihrer Flieger befinden sich im Ausland.

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