Badende in Antalya: Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsziel für Russen.

Nach Kampfjet-AbschussTürkei-Boykott trifft russische Airlines

Der Abschuss eines russischen Kampfjets durch türkische Militärflieger hat Konsequenzen: Russland boykottiert das Urlaubsland Türkei. Doch das trifft auch die eigenen Airlines.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Warum und wie es dazu kam, ist immer noch umstritten. Klar ist nur, dass türkische Kampfflugzeuge am Dienstag einen russischen Militärflieger vom Typ Su-24 im Grenzgebiet zu Syrien abschossen (siehe Video unten). In Moskau reagierte man umgehend barsch. Die Beteuerungen aus Ankara, man habe den Piloten gewarnt, nahm und nimmt man nicht ernst. Darum ging Präsident Wladimir Putin am Samstag (28. November) noch einen Schritt weiter. Er verhängte weitreichende Boykottmaßnahmen gegen die Türkei.

Ein Punkt der Sanktionen ist die sofortige Einstellung aller Pauschalreisen und Charterflüge in die Türkei. Das trifft die Tourismusindustrie im Land zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer. Russen sind mit rund 12 Prozent aller Ankünfte nach den Deutschen die zweitgrößte Besuchergruppe in der Türkei.

Russische Luftfahrt vom Boykott betroffen

Der Boykott trifft aber auch die eigene Luftfahrt. Die Türkei ist Nummer eins unter allen Charterdestinationen russischer Fluggesellschaften. Gemäß dem Fachportal ATO transportierten sie 2014 rund 6.6 Millionen Passagiere zwischen den beiden Ländern. Das sind rund sechs Mal mehr als die Linienanbieter, die weiter fliegen dürfen.

Für Russlands Luftfahrt ist der Boykott umso schlimmer, als dass die russischen Fluggesellschaften bereits das Ägypten-Geschäft aufgeben mussten. Putin hat Flüge dorthin nach dem Absturz des Airbus A321 von Metrojet über dem Sinai wegen einer Bombe verboten. Das Land am Nil ist ebenfalls eines der wichtigsten Reiseländer für Russen und daher besonders für Charteranbieter wichtig.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin