Gedrängel könnte es in Zukunft nicht nur beim Einsteigen geben, sondern auch während des Fluges.

Tiefere PreiseDie Vorteile von Stehplätzen

Eine Studie entzündet die Diskussion um Stehplätze auf Kurzstreckenflügen neu. Wären Sie bereit, für günstigere Tickets auf Komfort zu verzichten?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Das Konzept von Stehplätzen im Flugzeug ist nicht neu, bereits 2006 wurden erste mögliche Modelle für Stehplätze in Airlines vorgestellt. Die chinesische Spring Airline sowie Ryanair setzten sich intensiv mit der Idee auseinander und kündigten Testphasen an. Beide Fluggesellschaften blitzen aber bei den jeweiligen Flugsicherheitsbehörden ab. Auch Airbus hat ein Patent anmelden lassen, welches dem Stehplatz-Modell recht nah kommt.

Eine Studie der Universität Putra in Malaysia mischt die Diskussion um Stehplätze auf Billigflügen nun erneut auf. Sie besagt, dass Fluggesellschaften mit stehenden Passagieren 20 Prozent mehr Gäste transportieren könnten. Bei den ohnehin schon sehr kosteneffizienten Billigairlines könnte das eine Ticketpreisreduktion von bis zu 44 Prozent bedeuten.

Die maximal zumutbare Stehzeit beträgt zwei Stunden

Die Zahlen der Studie basieren auf der Kabine einer Boeing 737-300, einer der meist genutzten Flugzeugtypen. Fairuz I. Romli, Autor des Papiers, nennt eine stehende Flugzeit von ein bis zwei Stunden als maximal zumutbar. Zudem verringere sich der Profit, der durch die Stehplätze entsteht, mit steigender Flugdauer nur marginal.

Die Berechnung der Studie sind nach eigenen Angaben, vereinfacht. Kostenfaktoren wie Flughafentaxen, Gewinnspannen und Routenplanungen wurden nicht berücksichtigt. Dennoch würde, so heisst es, das extreme Sparpotential der Stehplatz-Flüge zu Genüge aufgezeigt.

Stehplätze in Flugzeugen sind nicht verboten

Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde kennt die Erhebung aus Malaysia nicht, äussert aber gegenüber der Los Angeles Times, dass die Idee noch einige Hürden überwinden müsse, bevor an eine Umsetzung zu denken wäre. Auch American Airlines ist skeptisch: Die Passagiere würden für einen günstigen Preis nicht auf Komfort verzichten wollen.

Um so erstaunlicher ist, dass es, gemäss der Richtlinien für Luftfahrt der FAA (Federal Aviation Administration), kein Verbot für Stehplätze in Flugzeugen gibt. Gemäss der Europäischen Luftfahrtbehörde EASA sowie der FFA, müssten aber umfangreiche Sicherheitstests durchgeführt werden, bevor eine Umsetzung des Stehflugzeuges denkbar wäre.

Effizienzsteigerung ja, aber nicht auf Kosten des Passagierkomforts

Kosteneffizienz ist auch bei der Swiss ein Thema. Auf die Frage, wie die Airline zur Idee, durch Stehplätze kosteneffizienter zu sein steht, äussert sich Mediensprecherin Myriam Ziesack gegenüber aeroTELEGRAPH: «Im wettbewerbsintensiven Airline-Geschäft sind Ansätze zu grundsätzlichen Effizienzsteigerungen immer interessant.»

Und doch, so Ziesack weiter, das Modell müsse sich erstmal durchsetzen und liesse sich auch dann nur schwer mit dem Serviceversprechen vereinbaren. Die Airline wolle dem Passagier die Möglichkeit bieten, bequem zu reisen und dazu gehöre die Möglichkeit, während des Fluges zu essen, trinken und lesen.

Was denken Sie: Sind Stehplätze in Flugzeugen ein Sicherheitsrisiko? Und wären Sie bereit, für günstigere Tickets auf Komfort zu verzichten? Diskutieren Sie darüber im Kommentarfeld.

Mehr zum Thema

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Video

sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack