Neue Frachtairline: die Corona-Krise erhöht die Nachfrage.

THG AirBritische Mini-Amazon gründet eigene Frachtairline

The Hut Group ist ein aufstrebendes Handelsunternehmen. Um die weltweiten Warenströme besser zu bewältigen, gründet sie nun eine eigene Frachtairline.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Das Geschäft von The Hut Group sind Schnelldreher oder wie man sie im Business-English nennt: Fast Moving Consumer Goods. Sie handelt also mit Waren, die relativ günstig sind und sich in großen Mengen verkaufen lassen. Dazu betreibt das britische Unternehmen mehr als 100 Online-Stores mit Namen wie Glossy Box, Skin Store, Myvitamins, Coggles oder Iwoot.

Die Briten sind inzwischen so etwas wie ein Mini-Amazon. Längst verkaufen sie Kosmetika, Sporternährung, Rennradausrüstung oder Designermode aber nicht mehr nur in Großbritannien. 60 Prozent des Umsatzes von rund einer Milliarde Pfund mit generiert The Hut Group in Europa, 24 in Asien und 16 in Nordamerika.

Fertigungs- und Vertriebszentren miteinander verbinden

Und darum braucht die Gruppe eine immer ausgeklügeltere Logistik. Dazu ging The Hut Group eine Kooperation mit Singapore Airlines ein. Die Fluggesellschaft führte für die Briten in den vergangenen vier Monaten mehr als 100 Frachtflüge vor allem innerhalb von Asien durch. Dieser Test sei ein Erfolg gewesen, erklärt das Unternehmen aus Manchester in einer Mitteilung.

Er machte Lust auf mehr. The Hut Group gab kürzlich bekannt, eine eigene Frachtairline zu gründen. THG Air wird sie heißen und ihren Sitz am Flughafen Manchester haben. So wolle man die «eigenen globalen Fertigungs- und Vertriebszentren miteinander verbinden», erklärt Konzernchef Matthew Moulding.

Wahrscheinlich Airbus A330

Die Corona-Krise habe die Führung darin sogar noch bestärkt. Sie habe gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Logistik sei, so Moulding. Auch hier geht The Hut Group den Weg, den bereits Amazon gewählt hat. Die Amerikaner bauen sich seit Jahren eine eigene Airline auf.

Zum Start schafft sich THG Air zwei eigene Frachter an. «Es werden wahrscheinlich Airbus A330-200 sein», sagt eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH. Ob man dabei ein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder kurz AOC) anstrebt oder auf Partner setzt, sagt sie nicht. Amazon setzt mit ihrer Amazon Air auf Partner wie ABX Air, Air Transport International, Southern Air und Atlas Air. Der Konzern macht aber Anstalten, immer mehr selbst zu machen.

Mehr zum Thema

Boeing 767 von Amazon Air: Früher nannte sich die Frachtgesellschaft noch Prime Air.

Amazon Air startet in Leipzig eine eigene Basis

Die Kabine eines Airbus A330 von Lufthansa: Hier wird sie in Shanghai mit Fracht beladen. Die Sitze haben ...

Pappkartons nehmen auf Passagiersitzen Platz

Flieger von Amazon Air: Die Flotte wächst kräftig.

So baut Amazon die eigene Frachtairline aus

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies