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München

Thai zieht Boeing 747 aus Europa ab

Ab November kommt Thai Airways mit einer Boeing 777 nach München. Damit verliert die letzte europäische Destination den Jumbo-Jet der Thailänder.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Boeing 747 von Thai Airways: In Europa künftig ein seltener Gast.

München ist die letzte Bastion. Täglich steuert Thai Airways International die bayerische Hauptstadt mit einer Boeing 747-400 an. Doch Ende Oktober ist damit Schluss. Die Fluggesellschaft stellt die Route auf Boeing 777-300 ER um. Damit verschwindet der weiß-lila Jumbo-Jet vom letzten europäischen Flughafen.

Thai Airways hat – wie viele ihrer Konkurrentinnen auch – schon vor einiger Zeit beschlossen, ihre Boeing 747 stillzulegen. Bis 2022 sollen die alternden Maschinen aus der Flotte verschwinden. Sie werden nach und nach durch modernere und sparsamere Flugzeuge ersetzt. Die thailändische Airline hat bereits acht Boeing 787 Dreamliner geleast und zwölf Airbus A350 gekauft. Dieses Jahr soll eine Order für 13 weitere Langstreckenflieger platziert werden.

Nur noch in Asien

Nach dem Rückzug aus Europa sind die Jumbos von Thai Airways nur noch in Asien zu sehen. Sie werden auf Flügen von Bangkok nach Denpasar, Kuala Lumpur, Mumbai, Peking, Phuket, und Singapur eingesetzt. In andere Weltgegenden kommen sie nur noch sporadisch als Ersatzmaschinen.

Für Flugzeugfans ist der Rückzug aus Europa eine traurige Nachricht. Denn damit verschwindet ein beliebtes Fotoobjekt. Für die Passagiere ist es hingegen eine erfreuliche Nachricht. Sie bekommen mehr Komfort. Vor allem die gut zahlenden Passagiere. In den 747 bietet Thai Airways eine Business Class, die nur Sitze aufweist, die sich weit nach hinten klappen, aber nicht in ein flaches Bett verwandeln lassen. Das ist nicht mehr Branchenstandard.



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