Boeing 737 in Nok-Air-Bemalung: Die Airline braucht einen Sanierungsplan.

Thai setzt auf Nok und Smile

Die thailändische Fluglinie verzichtet auf die Gründung einer Billiganbieterin. Profitieren dürfte davon besonders ein Konkurrent.

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Das Management von Thai Airways beerdigt die Pläne, einen eigenen Billigflieger zu gründen. Ursprünglich wollte die Fluggesellschaft sich mit einer neuen Marke gegen die stark wachsende Konkurrenz der Lowcost-Anbieter wehren. Nun verzichtet Thai nach Marktanalysen auf diesen Schritt. Sie konzentriert sich auf die bestehenden Marken Nok Air und Thai Smile. Thai Smile soll die neue Marke zwischen Lowcost und Premium werden. Nok Air gehört ihr zu 49 Prozent und bedient Strecken im Inland. Ab kommendem Jahr will Nok Air die ersten internationalen Ziele anfliegen. Dazu nimmt die Fluggesellschaft weitere Boeing B737-800 in die Flotte auf.

Wie Nok-Air-Chef Patee Sarasin dem Centre for Asia-Pacific Aviation erklärte, werden mit dem Flugzeugtyp ab dem ersten Quartal 2013 erste Ziele in China angeflogen. Gleichzeitig baut Nok Air das Streckennetz und die Frequenzen innerhalb Thailands aus. Weitere Ziele in einer Distanz von drei bis vier Flugstunden sollen im Laufe des Jahres hinzukommen. Damit hat Nok Air die Aufgabe, die Lücke eines Lowcost-Anbieters bei Thai zu füllen. Sarasin bestätigte, dass seine Nok Air mit den Expansionsplänen ins Ausland weiter machen wird.

Gewinner ist Air Asia

Analysten der Cimb Securities sehen in der Richtungsänderung von Thai vor allem Vorteile für den Lowcost-Riesen Air Asia. Mit dem Umzug der Thai Air Asia zum alten Flughafen Don Mueang auf den 1. Oktober werde die Fluggesellschaft weiter ausbauen können und stark vom wachsenden Markt in Thailand profitieren. Die Analysten glauben zwar, dass Thai Airways sich doch noch umentscheiden und eine eigene Billigairline gründen wird. Aber: «Je länger dies dauert, desto eher kann sich Thai Air Asia festigen und je schwieriger wird es für Thai werden.»

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