Schwarzer Bildschirm: So sieht es bald bei TAP aus.

Trend zu Wifi-LösungenTAP knipst TV-Bildschirme aus

Bei der portugiesischen Airline gibt es auf kurzen Flügen künftig keine Allgemeinunterhaltung mehr. Passagiere würden sie nicht beachten und zudem koste sie viel, so TAP. Die Fluggesellschaft folgt damit einem Trend.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Über den Köpfen sausen Tom und Jerry in wilder Verfolgungsjagd über den Bildschirm. Unten sitzen die Passagiere und vertiefen sich in eine Zeitschrift, lesen ein Buch, hören Musik oder schlafen ganz einfach. Dem Katz-und-Maus-Spiel auf den Bildschirmen schenken sie kaum Beachtung. Das zumindest hat man bei TAP bemerkt.

«Es gibt vonseiten der Passagiere kein Interesse daran», sagt Vorstandsvorsitzender Fernando Pinto gemäß der Zeitung Diário Económico. Die TV-Bildschirme über den Köpfen der Passagiere auf Kurzstreckenflügen seien nicht mehr zeitgemäß. Sie richteten sich an diverse Leute gleichzeitig. «Das ist nicht mehr das, was die Leute wollten. Sie wollen ihren eigenen Bildschirm, der sich berühren lässt und eine riesige Auswahl an Filmen, Spielen und Musik», so Pinto. Die portugiesische Fluggesellschaft knipst die Bildschirme deshalb am 1. September aus.

Lizenzgebühren wurden für TAP immer teurer

Es ist nicht nur das fehlende Interesse, das TAP zum Schritt bewog. Es geht auch um eine Einsparung. Die Lizenzen für die gezeigten Filme kosten und wurden gemäß der Fluglinie in letzter Zeit immer teurer. Dieses Geld will sie jetzt sparen. Es spart zudem Gewicht und damit Kerosin, weil die Bildschirme ausgebaut werden können.

Lufthansa bietet auf Kurzstreckenflügen schon länger keine Überkopf-Bildschirme mehr an. In 20 Airbus A321 bietet sie seit einiger Zeit das hauseigene System Board Connect an. Passagiere können über ihr eigenes Laptop, Tablet PC oder Smartphone Filme anschauen, digitale Zeitungen lesen und Informationen über Destinationen abrufen. Die Swiss setzt dagegen vorläufig weiterhin auf die Überkopf-Fernseher. Auch in der neuen C-Series soll es sie geben.

Auch auf Langstrecke keine Bildschirme mehr

International geht der Trend in die andere Richtung. Vor allem in Nordamerika setzen Fluglinien voll auf Individualisierung via Bord-Wifi und Tablets und Smartphones. Selbst auf der Langstrecke gibt es erste solche Schritte. Die British-Airways-Tochter Open Skies ließ alle Bildschirme aus ihren Nur-Business-Fliegern ausbauen. Sie setzt ganz auf den Abruf via Tablets. Dank Gewichtseinsparung hat sich der Schritt bereits gelohnt, so das erste Fazit.

Mehr zum Thema

ticker tap air portugal

Tap stockt Porto – Rio de Janeiro auf

ticker tap air portugal

Start mit Douglas DC-3: Tap feiert 80 Jahre Flugverbindung zwischen Lissabon und Madrid

ticker lufthansa group

Lufthansa Group und Air France-KLM begrüssen weitere Gespräche über Tap

Tap Air Portugal: Wer bekommt den Zuschlag?

Lufthansa und Air France-KLM müssen bei Tap nachlegen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier