Airbus A220 von Air Tanzania: In Südafrika festgehalten.

NationalairlineTansania stärkt Air Tanzania mit C-Series und Dreamliner

Tansania zieht viel weniger Touristen an als Marokko. Das ärgert die Regierung. Um das zu ändern, bestellt sie nun gleich mehrere neue Flugzeuge.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Afrika ist einer der schwierigsten Luftfahrtmärkte der Welt. Politische Einflussnahmen sowie Sicherheits- und Infrastrukturprobleme machen es Fluggesellschaften schwer. Dazu kommt, dass immer wieder neue Konkurrenz hinzukommt, was auf Dauer die Preise und Margen drückt. Air Tanzania hat darunter in den vergangenen Jahren sehr gelitten. Die Regierung strukturiert die Fluggesellschaft daher nun radikal um.

Die einzige Möglichkeit, gegen die große regionale Konkurrenz in Ost- und Zentralafrika zu bestehen, sei, das Management komplett neu aufzustellen und die Angestellten ganz neu auszubilden, so der tansanische Arbeitsminister Makame Mbarawa. Denn: Die Airline sei auch für den Tourismus im Land wichtig. Marokko ziehe jährlich zwölf Millionen Touristen an, in Tansania seien es zwei. Der Grund dafür sei auch, dass die Nationalairline so schwach sei.

Schon 2018 auf die Langstrecke

Das sieht auch Präsident John Magufuli so. «Wenn Touristen nach Tansania kommen, müssen sie zahlreiche Anschlüsse buchen», so der Politiker laut dem Portal Allafrica. Das soll sich ändern. Air Tanzania soll schon bald auf die Langstrecke, kündigt Magufuli an. Und das nicht mit irgendeinem Flugzeug. Gespräche mit Boeing seien in den vergangenen Tagen sehr gut gelaufen, so der Präsident.

Die Regierung hat offenbar bereits eine Anzahlung von 10 Millionen Dollar auf einen Dreamliner geleistet. Der Listenpreis für die Boeing 787-8 beträgt 224,8 Millionen Dollar. Sogar ein Lieferdatum nennt Magufuli: Den 18. Juni 2017. Der neue Jet soll nicht der einzige Langstreckenflieger der Flotte bleiben, mindestens zwei weitere sollen hinzukommen.

Neue C-Series und Q400

Auch die Regionalflotte erneuert die Airline. Bei Bombardier bestellte die tansanische Regierung eine Bombardier Dash 8 Q400 und zwei C-Series CS300. Die Turbopropmaschine soll auch im kommenden Juni bei der Airline eintreffen, die neuen kanadischen Jets ein Jahr später. Alle neu bestellten Flieger gehen an die Regierungsfirma Tanzanian Government Flight. Von ihr least Air Tanzania sie dann.

Mehr zum Thema

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Bunte Flugzeugwelt in Farnborough: An der Messe werden Dutzende Fluggeräte gezeigt.

Das sind die Stars der größten Luftfahrtmesse der Welt

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies