Letzte Aktualisierung: um 12:07 Uhr
Partner von  

Gigantisches Drehkreuz für Taiwan

Die verbesserte Stimmung zwischen Taiwan und China schlägt sich auch auf die Flugbranche nieder: In Taipeh soll ein neues Super-Drehkreuz gebaut werden.

玄史生 / Wikimedia / CC

Blick auf das Terminal 2: Taoyuan Airport soll zu einem Mega-Drehkreuz in Asien ausgebaut werden.

Formal befinden sich Taiwan und China seit 65 Jahren im Krieg. Doch die Beziehungen der beiden Länder werden seit Jahren besser: Der Wirtschaftsaustausch floriert, der gegenseitige Tourismus boomt, fast 700 Passagiermaschinen fliegen jede Woche direkt zwischen der Volksrepublik und Taiwan hin und her.

Taipehs Taoyuan Airport will davon profitieren: In den kommenden 30 Jahren sollen 16 Milliarden Dollar in den Flughafen investiert werden, um ihn zu einem neuen Super-Drehkreuz in Asien zu entwickeln. Auf fast 7000 Hektar soll ein «Aerotropolis» mit einer Freihandelszone, einem dritten Terminal und einem Industriepark entstehen, berichtet die South China Morning Post.

Bis zu 200.000 neue Arbeitsplätze?

Ein solcher Ausbau war bereits in den 90er-Jahren diskutiert worden, wurde aber durch den Sieg der Demokratischen Progressiven Partei vorübergehend begraben. Erst der jetzige Präsident Ma Ying-jeou von der Kuomintang Partei packte den Ausbau den Flughafens in sein Wahlprogramm. Seitdem hat die Regierung an den Details des Megaprojekts gearbeitet, dass bis zu 200.000 Arbeitsplätze schaffen soll. Nun soll aus den vielen Ideen Wirklichkeit werden. Das Innenministerium hat offenbar die Pläne abgesegnet.

Kritiker und Opposition sehen in dem Airport-Projekt ein Ablenkungsmanöver für die anstehenden Wahlen im November. Die Regierung steht insbesondere wegen der kriselnden Wirtschaft in der Kritik. Zudem müssten für die zusätzliche Fläche bis zu 30.000 Menschen umgesiedelt werden.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.