Avro 100 von Swiss: Heikle Begegnung über Süddeutschland.

Gleitschirm gefährdet Jet der Swiss

Einem Jumbolino von Swiss im Anflug auf Zürich kam plötzlich ein Paraglider entgegen. Nur sehr knapp kam es nicht zu einem Zusammenstoß.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Der Sportler hatte einiges vor. Er wollte am 8. Mai mit seinem Gleitschirm die mehr als 100 Kilometer lange Strecke vom Schweizer Jura ins süddeutsche Städtchen Villingen-Schwenningen fliegen. Dabei vergaß er alle Regeln. Denn er flog am Ende rund 400 Meter zu hoch. Und das hätte katastrophale Folgen haben können.

Auf einer Höhe von 5500 Fuß beginnt um den Flughafen Zürich der Luftraum C. Er reicht bis nach Süddeutschland. Ohne Genehmigung der zuständigen Schweizer Luftaufsicht Skyguide darf man ihn nicht benutzen. Die aber hatte der Gleitschirm nicht. Er kletterte auf seinem Ausflug dennoch bis auf 6800 Fuß oder 2070 Meter hoch. Warum solche Flüge verboten sind, zeigte sich bald darauf auf dramatische Weise. Denn während der Gleitschirmpilot in der Luft glitt, leitete die Crew einer Avro RJ 100 von Swiss den Anflug auf den Flughafen Zürich Kloten ein.

«Massive Luftraumverletzung»

Die Piloten des Jumbolino flogen über Süddeutschland auf den Flughafen zu, als sie um 16:19 Uhr eine unheimliche Entdeckung machten. Ihnen kam plötzlich der Gleitschirmpilot entgegen. Viel fehlte nicht. Nur äußerst knapp flogen der Jet und der Sportler aneinander vorbei. Gemäß einem neuen Bericht der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU betrug der Abstand zwischen den beiden nur 50 bis 100 Meter horizontal und 15 bis 30 Meter vertikal.

Die Gleitschirm-Szene ist seither beunruhigt. Eine «massive Luftraumverletzung» nennt der Deutsche Hängegleiterverband den Vorfall. Er befürchtet nun schärfere Regeln für seine Mitglieder. «Eine Luftraumverletzung ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt», schreibt auch der Flieger Club Achental. Man wolle nicht «wegen irgendwelchen Deppen gegroundet werden oder 300 Meter über Grund herum dümpeln».

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack