Mswati III soll einen ausufernden Lebensstil pflegen.

Empörung über königlichen Jet

Der König von Swasiland erhält zum Geburtstag ein eigenes Flugzeug - und sorgt damit für Aufruhr.

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Fast die Hälfte der Einwohner von Swasiland leben in dauerhafter Armut. Das Land hat die höchste Quote an HIV-Infizierten weltweit, das Essen ist knapp, die Schulden türmen sich. Doch König Mswati III scheint es nicht schlecht zu gehen. Er landet beim amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes auf Platz 15 der reichsten Monarchen der Welt. Sein Vermögen beträgt rund 75 Millionen Euro. Und er hat offenbar auch reiche Freunde: Die vom Premierminister Barnabas Dlamini als «Sponsoren» bezeichneten Geldgeber schenkten dem König zu seinem 44. Geburtstag am 19. April nun auch einen Luxusjet.

Wieviel genau die McDonnell Douglas DC-9 kostete, steht nicht fest. Die Schätzungen reichen, je nachdem ob die Quelle regierungs- oder oppositionsnah ist, von rund 3 Millionen bis 36 Millionen Euro. Der Flieger sei dazu da, um die Reisen des Königs und seiner 13 Ehefrauen angenehmer zu gestalten, berichtet die Nachrichtenagentur Sapa. Die Gattinnen haben übrigens auch alle einen eigenen Palast.

Der Traum vom eigenen Flieger

Schon vor zehn Jahren hatte der König versucht, einen Privatjet zu erlangen. Damals nahm er aus der Staatskasse Geld für einen 19-sitzigen Bombardier Global Express. Doch als das ans Licht kam, gab es im ganzen Land und in der Regierung einen riesigen Aufruhr. Sein Traum vom Fliegen im eigenen Jet war vorerst geplatzt. Und auch jetzt lassen sich die Gegner des Monarchen nicht mit der Erklärung von anonymen Sponsoren abspeisen.

Die Swaziland Diaspora Platform, eine Menschenrechtsorganisation aus Südafrika, fordert volle Transparenz, was die Finanzierung des Jets angeht. Sie geht davon aus, dass entgegen der Behauptungen der Regierung Steuergelder für die DC-9 verwendet wurden. Kein Sponsor, der Gutes im Sinn habe, wolle anonym bleiben, so ein Sprecher der Organisation.

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