Logo von Sundair: Im Juli will die neue Airline starten.

SundairNeue deutsche Airline plant Start im Frühling

Mit 3 Airbus A319 will Sundair schon im kommenden Frühjahr Passagiere an klassische Urlaubsziele fliegen. Die neue deutsche Fluggesellschaft hat einen Startvorteil.

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Eine neue Fluggesellschaft aufzubauen, das braucht Mut. Hohen Investitionen stehen hohe Risiken gegenüber. Marcos Rossello hat es dennoch gewagt. Vergangenen Februar hat er Sundair gegründet. Man sei eine «neue unabhängige, mittelständische Fluggesellschaft für den deutschen und EU-Markt», so das Unternehmen.

Rossello ist langjähriger Geschäftsführer des Berliner Informatikunternehmens Air 41, das vor allem Lösungen für Airlines anbietet. Im Rahmen seiner Arbeit sah er plötzlich eine Chance am Markt aufkommen. «Die Größe des deutschen Ferienflugmarktes und dessen Struktur auf der Angebots- und Nachfrageseite ermöglichen in der jetzigen Zeit eine unternehmerische Aktivität», sagt er zu aeroTELEGRAPH. Das sieht offenbar auch die Führung von Schauinsland-Reisen so. Denn der Duisburger Reiseanbieter hat sich im September 50 Prozent von Sundair übernommen.

Grundauslastung gesichert

Schon im kommenden Frühjahr will Sundair erstmals deutsche Passagiere zu «klassischen  Urlaubszielen wie Ägypten, Bulgarien, Griechenland, Spanien und Türkei fliegen. «Wir liegen im Zeitplan», sagt Rossello. Schauinsland-Reisen werde rund die Hälfte der Kapazität fest abnehmen. Das ist ein großer Vorteil, denn es sichert bereits eine gute Grundauslastung der Flüge.

Zu Beginn plant Sundair für den Betrieb 3 Airbus A319 zu leasen. «Die Leistungsparameter und die Wirtschaftlichkeit dieses Modells passen in unseren Businessplan», erklärt Rossello in Bezug auf die Wahl des Flugzeugtyps. Neben der klassischen Ferienfliegerei will Sundair im ethnischen Verkehr, im Spezialchartergeschäft sowie als Wet-Lease-Anbieter aktiv sein. Nur eines will die Airline nicht tun: «Ein Einstige ins Liniengeschäft ist kein Thema», so Rossello.

Stellen in Stralsund

Sundair wird gemäß dem Portal Airliners ab diversen deutschen Flughäfen starten, etwa Frankfurt, Berlin-Tegel oder Dresden. Firmensitz ist aber Stralsund, wo das Unternehmen mit bis zu 130 Angestellten in Buchhaltung, Controlling und Marketing plant. Die Stadt an der Ostsee war auch gleich Namensgeberin für die neue Airline. «Das betont unsere regionale Verbundenheit», sagt Rossello.

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