Lufthansa-Mitarbeiter am Streik (oben) und in der Werbung: Unzufrieden.

Saison der Streiks

Der Arbeitskampf bei Lufthansa ruht, anderswo machen die Angestellten mit ihren Protesten weiter. Das kommt nicht von ungefähr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Tausende von Passagiere strandeten am Samstag (8. September) am Flughafen Kairo, weil ihre Flüge bereits restlos überbucht waren. Egyptair charterte zwar Ersatzmaschinen, um den Stau an Reisenden abzubauen. Doch es kam dennoch zu langen Wartezeiten. Schuld war ein Streik. Am Freitag hatten die Flugbegleiter der ägyptischen Nationalairline die Arbeit zwölf Stunden lang niedergelegt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Versicherung und eine Erhöhung des Personalbestandes. Von vier Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags verließ deshalb kein einziger internationaler Flug die Basis in Kairo. Vertreter der Regierung und der Fluggesellschaft lenkten rasch ein. Man sei bereit, auf die «berechtigten Anliegen» einzugehen, sagte Verhandlungsleiter Mohamed Fouad gemäß der Zeitung Al-Ahram.

Weniger weit sind die Flugbegleiter von Lufthansa. Zwar beendeten sie den eintägigen, flächendeckenden Ausstand am Freitag um Mitternacht planmäßig. Doch erreicht haben sie damit noch nichts. Die Gewerkschaft Ufo und die deutsche Fluglinie einigten sich darauf, ihren Tarifkonflikt nun auf dem Wege einer Schlichtung beizulegen und nicht mehr durch Machtdemonstrationen auf beiden Seiten. Zuvor hatte die Lufthansa weit mehr als die Hälfte der Flüge streichen müssen. Über 100'000 Reisende waren vom Ausstand betroffen.

Der Beginn der Verteilungskämpfe

Es sind beileibe nicht die einzigen Arbeitskämpfe, die derzeit die Luftfahrtindustrie plagen. In Frankreich streiken Teile der Mitarbeitenden der Tui-Tocher Corsair International am Sonntag bereits den dritten Tag, um gegen einen Stellenabbau zu protestieren. Mitte August verweigerten die Piloten von Easyjet in Frankreich und teilweise auch Angestellte des Billigfliegers in Portugal den Dienst, weil sie eine Lohnerhöhung über der Teuerungsrate forderten. Die Angestellten von Air Tahiti Nui legten ihre Arbeit Anfang August nieder, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und auch bei den strauchelnden indischen Airlines Kingfisher ud Air India legten in letzter Zeit immer wieder Techniker und Piloten die Arbeit nieder, weil sie die Bezahlung ihrer Löhne forderten.

Auch wenn die Ursachen unterschiedlich sind. Es kommt wohl nicht ungefähr genau jetzt zu einer Häufung von Arbeitsniederlegungen. Zum einen sind die großen Ferien vielerorts vorbei, so dass das Chaos nicht ganz so groß ist, wenn Airline-Angestellte die Arbeit niederlegen. So schlägt ihnen auch die Wut der Passagiere weniger entgegen. Andererseits werden überall die Gürtel enger geschnallt - da gehen fast schon regelmäßig Verteilungskämpfe los.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack