Lufthansa-Mitarbeiter am Streik (oben) und in der Werbung: Unzufrieden.

Saison der Streiks

Der Arbeitskampf bei Lufthansa ruht, anderswo machen die Angestellten mit ihren Protesten weiter. Das kommt nicht von ungefähr.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Tausende von Passagiere strandeten am Samstag (8. September) am Flughafen Kairo, weil ihre Flüge bereits restlos überbucht waren. Egyptair charterte zwar Ersatzmaschinen, um den Stau an Reisenden abzubauen. Doch es kam dennoch zu langen Wartezeiten. Schuld war ein Streik. Am Freitag hatten die Flugbegleiter der ägyptischen Nationalairline die Arbeit zwölf Stunden lang niedergelegt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Versicherung und eine Erhöhung des Personalbestandes. Von vier Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags verließ deshalb kein einziger internationaler Flug die Basis in Kairo. Vertreter der Regierung und der Fluggesellschaft lenkten rasch ein. Man sei bereit, auf die «berechtigten Anliegen» einzugehen, sagte Verhandlungsleiter Mohamed Fouad gemäß der Zeitung Al-Ahram.

Weniger weit sind die Flugbegleiter von Lufthansa. Zwar beendeten sie den eintägigen, flächendeckenden Ausstand am Freitag um Mitternacht planmäßig. Doch erreicht haben sie damit noch nichts. Die Gewerkschaft Ufo und die deutsche Fluglinie einigten sich darauf, ihren Tarifkonflikt nun auf dem Wege einer Schlichtung beizulegen und nicht mehr durch Machtdemonstrationen auf beiden Seiten. Zuvor hatte die Lufthansa weit mehr als die Hälfte der Flüge streichen müssen. Über 100'000 Reisende waren vom Ausstand betroffen.

Der Beginn der Verteilungskämpfe

Es sind beileibe nicht die einzigen Arbeitskämpfe, die derzeit die Luftfahrtindustrie plagen. In Frankreich streiken Teile der Mitarbeitenden der Tui-Tocher Corsair International am Sonntag bereits den dritten Tag, um gegen einen Stellenabbau zu protestieren. Mitte August verweigerten die Piloten von Easyjet in Frankreich und teilweise auch Angestellte des Billigfliegers in Portugal den Dienst, weil sie eine Lohnerhöhung über der Teuerungsrate forderten. Die Angestellten von Air Tahiti Nui legten ihre Arbeit Anfang August nieder, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und auch bei den strauchelnden indischen Airlines Kingfisher ud Air India legten in letzter Zeit immer wieder Techniker und Piloten die Arbeit nieder, weil sie die Bezahlung ihrer Löhne forderten.

Auch wenn die Ursachen unterschiedlich sind. Es kommt wohl nicht ungefähr genau jetzt zu einer Häufung von Arbeitsniederlegungen. Zum einen sind die großen Ferien vielerorts vorbei, so dass das Chaos nicht ganz so groß ist, wenn Airline-Angestellte die Arbeit niederlegen. So schlägt ihnen auch die Wut der Passagiere weniger entgegen. Andererseits werden überall die Gürtel enger geschnallt - da gehen fast schon regelmäßig Verteilungskämpfe los.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg