Spirit-Flieger: Die Airline war lange ohne Freundlichkeit erfolgreich.

FreundlichkeitsoffensiveSpirit macht auf Ryanair

Nur noch billig reicht nicht mehr. Das hat Ryanair schon vor einiger Zeit erkannt. Nun erlebt Spirit Airlines in den USA dasselbe.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

In den meisten Fällen läuft es mit den Trends anders herum – von den USA aus schwappen sie nach Europa herüber. Doch nun macht Spirit Airlines das, was man in Europa schon länger erkannt hat: Die amerikanische Ultra-Billigfluglinie will freundlicher werden und so ihre Stagnation überwinden. Ganz, wie man das bereits vor einiger Zeit bei der irischen Ryanair beschlossen hat.

Und auch die Entstehungsgeschichte dieser Erkenntnis ist Ryanairs Erweckungserlebnis ähnlich. Lange kokettierte Spirit nämlich damit, dass sie gar nicht freundlich sein wolle, sondern einfach extrem billig. So lautete denn auch einer der Werbesprüche «Cheap seats for a cheap ass» - ein Spruch, der leider eher schwer übersetzbar  - aber ganz bestimmt nicht höflich - ist.

Andere zogen nach

Und immerhin konnte Spirit die Versprechen halten. Lange Zeit konnten die Konkurrenten mit Tarifen von 30 bis 40 Dollar für Inlandsflüge nicht mithalten. Das hat sich inzwischen geändert. Southwest, Delta, American und Co. bieten eigene Spar- oder Ultrabilligtarife an oder verscherbeln Tickets zu Tiefstpreisen - und graben so Spirit Kunden ab.

Am schlimmsten zu schaffen macht es Spirit Airlines Frontier, die ebenfalls Ultrabillig-Tarife anbietet und einen aggressiven Wachstumskurs fährt. Deren Slogan: Cheap Fares done right. Übersetzt: Billige Tarife, richtig gemacht. Frontiers Geschäftsführer: Der ehemalige Marketingchef von Spirit.

Passagieren die Schuld zugeschoben

Spirit Airlines will sich nun bessern. «Wir sind finanziell sehr erfolgreich, aber unser Kundenservice ist schlecht», gestand Geschäftsführer Bob Fornaro laut dem Magazin Skift kürzlich ein. Viel davon ist wohl auch seinem Vorgänger zuzuschreiben. Ben Baldanza schob Passagieren, die sich beschwerten stets selbst die Schuld zu - ganz in der Manier, wie es früher auch Ryanair-Chef Michael O'Leary tat. Der ist bei Ryanair zwar noch immer an Bord, aber hält sich mit Aussagen über Kunden heute zurück.

Spirit-Chef Fornaro will nun geraderücken, was sein Vorgänger zerstört hat. «Teilweise haben wir uns fast angestrengt, um die Kunden zu verärgern», sagt er. Das müsse sich ändern, sonst werde man nicht wettbewerbsfähig bleiben.

Mehr zum Thema

A319 von Spirit Airlines: Horrende Gepäckgebühren.

Die meistgehasste Airline der USA

ticker-ryanair

Ryanair: Sechs neue Marokko-Strecken an den deutschen Flughäfen Hahn, Karlsruhe/Baden-Baden, Köln/Bonn und Nürnberg

ticker-ryanair

Gericht verurteilt randalierenden Passagier in Polen zu Geldstrafe

ticker-ryanair

Ryanair mit mehr als 210 Millionen Passagieren in den vergangenen zwölf Monaten

Video

iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack