Ein Airbus A320 Neo von Spirit Airlines: Nach der gescheiterten Fusion mit Jetblue steht die Airline vor einer ungewissen Zukunft.

Nach GerichtsurteilSpirit Airlines steht vor einer unsicheren Zukunft

Nach dem Nein der Justiz gegen die Fusion von Spirit Airlines und Jetblue ist die Zukunft von Spirit mehr als ungewiss. Viele Möglichkeiten bleiben der Billigfluggesellschaft nicht.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Den Bieterstreit um den US-Billigflieger Spirit Airlines konnte Jetblue gewinnen, die Klage des US-Justizministeriums gegen den Zusammenschluss nicht. William Young, ein US-Bezirksrichter in Boston, hatte der Klage des US-Justizministeriums am 16. Januar recht gegeben. Young erklärte, dass die Fusion zu weniger Wettbewerb und höheren Preisen für Verbraucher geführt hätte. Alle Verbraucher profitierten heute davon, dass Spirit Druck auf die Branche ausübe, so Young in seiner Begründung.

Die Börse reagierte unterschiedlich auf das Urteil, während die Aktien von Jetblue um 4,91 Prozent auf 5,13 Dollar zulegen konnten, büßten die Anteilscheine von Ultra-Low-Coster Spirit Airlines zeitweise mehr als die Hälfte ihres Wertes ein. Branchenexperten sehen die Zukunft der Fluggesellschaft mit den schwarz-gelben-Flugzeugen in Gefahr.

Flugzeuge auch 2024 weiter am Boden

Denn Spirit Airlines steht vor einer Reihe von Problemen. Die Fluggesellschaft ist in den USA die größte Betreiberin von PW1000G-Triebwerken. Probleme mit den Triebwerken und Lieferketten führten dazu, dass Spirit Airlines Flugzeuge am Boden lassen musste, was auch 2024 wieder der Fall sein wird. Experten rechnen damit, dass die Anzahl der Flugzeuge, die Spirit am Boden lassen muss, monatlich steigen wird, von 15 im Januar bis 41 im Dezember.

Das drückt die Rentabilität der Airline. Um kurzfristig an frisches Geld zu kommen, hat die Airline eine Reihe von Sale-and-Lease Back-Geschäften für dutzende Flugzeuge abgeschlossen. Mit dem Geld hat die Airline, 465 Millionen US-Dollar eingenommen.

Drei Zukunftsszenarien

Gleichzeitig lassen die Überkapazitäten am US-Markt die Ticketpreise weiter sinken, was den Weg zurück in die schwarzen Zahlen für die Airline weiter erschwert. Verschiedene Analysten zeigten sich gegenüber Reuters kritisch, was die Zukunft der Airline angeht. Sie gehen davon aus, dass die Airline in den kommenden Jahren weiter Geld verbrennen wird und sich immer wieder frisches Kapital beschaffen muss, um zu überleben.

Viele Möglichkeiten bleiben der Airline nicht. So wird über die Möglichkeit spekuliert, dass die Airline einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzgesetzes einreichen könnte, um ihre Bilanz zu bereinigen und sich zu einer finanziell stärkeren Fluggesellschaft umzustrukturieren.

Springt Frontier Airlines ein?

Eine weitere Option könnte darin liegen, die Wettbewerbsbedenken des Justizministeriums gegenüber der 3,8-Milliarden-Dollar-Fusion mit Jetblue doch noch zu zerstreuen. Jeblue und Spirit können Revision gegen das Urteil einlegen.

Die letzte Möglichkeit wäre, einen anderen Käufer für die Fluggesellschaft zu finden. «Spirit muss seinen Plan C finden», sagte Henry Harteveldt, Gründer der Reiseberatung Atmosphere Research Group. «Plan A war eine Fusion mit Frontier, Plan B war eine Fusion mit Jetblue.» Spekuliert wird auch über die Rückkehr zu Plan A . Frontier Airlines hat sich auf Nachfrage nicht geäußert.

Mehr zum Thema

Richter blockiert Fusion von Spirit und Jetblue

Richter blockiert Fusion von Spirit und Jetblue

Jetblue-Flieger: Bald sollen auch die Flugzeuge von Spirit so aussehen.

Jetblue will durch Spirit-Übernahme bei den Großen mitspielen

Flieger von Jetblue und American: Neue alte Partner.

American-Partnerschaft als letztes Ass im Ärmel von Jetblue

TSA-Kontrollen (hier in Denver): Fallen sie an kleineren US-Airports bald weg?

Warteschlagen an Flughäfen in den USA werden länger und länger - und bald starten die Frühlingsferien

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin