Airbus A320 von Frontier: Die Airline muss alleine weitermachen.

Fusion gescheitertSpirit gibt Frontier den Laufpass

Der Bieterkampf ist zu Ende: Spirit gibt den Fusionsplan mit Frontier auf. Nun hat Jetblue gute Chancen, die gelbe Billigairline zu bekommen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Es war ein mutiger Plan. Im Februar gaben die siebt- und die zehntgrößte Fluggesellschaft der USA ihre Fusion bekannt. Gemeinsam wären Spirit und Frontier zur Nummer fünf geworden – hinter American, Delta, Southwest und United. Sie wollten mit ihrer Vereinigung «einen aggressiven Konkurrenten im Niedrigpreissegment schaffen» und damit «den Wettbewerbsdruck erhöhen».

Doch die beiden hatten die Rechnung ohne Jetblue gemacht. Der Konkurrent meldete sich im April zu Wort und machte unverhofft ein Gegenangebot für Spirit. Frontier besserte ihre Offerte nach, die Überbotene reagierte - und so ging es bis zuletzt weiter. Nicht weniger als fünf Mal lehnte die Führung von Spirit die Offerten von Jetblue ab.

Enttäuscht, aber stolz

Bis zuletzt betonten Spirit und Frontier, ihr Plan sei für alle Beteiligten der bessere. Doch am Mittwoch (27. Juli) sagten die Aktionärinnen und Aktionäre von Spirit nein zum Fusionsplan. Und so gab die amerikanische Billigairline wenig später bekannt, die Vereinbarung mit Frontier aufgelöst zu haben.

«Wir sind zwar enttäuscht, dass wir den geplanten Zusammenschluss mit Frontier aufgeben mussten, aber wir sind stolz auf die engagierte Arbeit unserer Teammitglieder an der Transaktion in den vergangenen Monaten», kommentiert Vorstandsvorsitzender Ted Christie. Der Aufsichtsrat von Spirit werde jetzt «die laufenden Gespräche mit Jetblue fortsetzen», um die beste Lösung für das Unternehmen und die Anteilseignerinnen und -eigner zu finden, so Christie weiter.

Gleiches Komfortniveau

Das Ausscheiden von Frontier bedeutet noch nicht, dass Jetblue nun Spirit bekommt. Die Chancen sind aber deutlich gestiegen. Denn beide haben ein Interesse an einer weiteren Konsolidierung im Luftfahrtmarkt der Vereinigten Staaten.

Gelingt die Übernahme, möchte Jetblue die Flugzeuge von Spirit mit weniger Sitzen und mehr Beinfreiheit ausstatten, um so dasselbe Komfortniveau zu erreichen. Die schwierigste Aufgabe würde es jedoch wohl sein, die unterschiedlichen Kulturen der beiden Fluggesellschaften zu vereinigen, die bisher unterschiedliche Strategien verfolgen.

Mehr zum Thema

10. und schlechtester Platz: Spirit - -3,50 Punkte. Rang 2019: 8.

Gemeinsam gegen American, Delta, Southwest und United

Flugzeug von Jetblue: Die Airline will wachsen.

Jetblue funkt bei Spirit-Frontier-Fusion dazwischen

Unterzeichnung des Airline Deregulation Act: Es folgte die große Konsolidierung.

Wie aus 25 Airlines drei wurden

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies