Airbus A320 von Frontier: Die Airline muss alleine weitermachen.

Fusion gescheitertSpirit gibt Frontier den Laufpass

Der Bieterkampf ist zu Ende: Spirit gibt den Fusionsplan mit Frontier auf. Nun hat Jetblue gute Chancen, die gelbe Billigairline zu bekommen.

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Es war ein mutiger Plan. Im Februar gaben die siebt- und die zehntgrößte Fluggesellschaft der USA ihre Fusion bekannt. Gemeinsam wären Spirit und Frontier zur Nummer fünf geworden – hinter American, Delta, Southwest und United. Sie wollten mit ihrer Vereinigung «einen aggressiven Konkurrenten im Niedrigpreissegment schaffen» und damit «den Wettbewerbsdruck erhöhen».

Doch die beiden hatten die Rechnung ohne Jetblue gemacht. Der Konkurrent meldete sich im April zu Wort und machte unverhofft ein Gegenangebot für Spirit. Frontier besserte ihre Offerte nach, die Überbotene reagierte - und so ging es bis zuletzt weiter. Nicht weniger als fünf Mal lehnte die Führung von Spirit die Offerten von Jetblue ab.

Enttäuscht, aber stolz

Bis zuletzt betonten Spirit und Frontier, ihr Plan sei für alle Beteiligten der bessere. Doch am Mittwoch (27. Juli) sagten die Aktionärinnen und Aktionäre von Spirit nein zum Fusionsplan. Und so gab die amerikanische Billigairline wenig später bekannt, die Vereinbarung mit Frontier aufgelöst zu haben.

«Wir sind zwar enttäuscht, dass wir den geplanten Zusammenschluss mit Frontier aufgeben mussten, aber wir sind stolz auf die engagierte Arbeit unserer Teammitglieder an der Transaktion in den vergangenen Monaten», kommentiert Vorstandsvorsitzender Ted Christie. Der Aufsichtsrat von Spirit werde jetzt «die laufenden Gespräche mit Jetblue fortsetzen», um die beste Lösung für das Unternehmen und die Anteilseignerinnen und -eigner zu finden, so Christie weiter.

Gleiches Komfortniveau

Das Ausscheiden von Frontier bedeutet noch nicht, dass Jetblue nun Spirit bekommt. Die Chancen sind aber deutlich gestiegen. Denn beide haben ein Interesse an einer weiteren Konsolidierung im Luftfahrtmarkt der Vereinigten Staaten.

Gelingt die Übernahme, möchte Jetblue die Flugzeuge von Spirit mit weniger Sitzen und mehr Beinfreiheit ausstatten, um so dasselbe Komfortniveau zu erreichen. Die schwierigste Aufgabe würde es jedoch wohl sein, die unterschiedlichen Kulturen der beiden Fluggesellschaften zu vereinigen, die bisher unterschiedliche Strategien verfolgen.

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