Der damalige Chef von Ethiopian Airlines besucht die Unfallstelle: Neue Vorwürfe an Boeing.

Neue UnterlagenSpielten Qualitätsmängel bei Absturz der Boeing 737 Max eine Rolle?

Eine Stiftung hat neue Dokumente veröffentlicht. Sie sollen Mängel bei der Produktion der abgestürzten Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines zeigen.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ed Pierson war früher Manager bei Boeing. Heute leitet er die Foundation for Aviation Safety, welche sich zum Ziel gesetzt hat, «die Sicherheit in der Luftfahrt zu verbessern, indem wir wichtige Probleme, die die kommerzielle Luftfahrt betreffen, erforschen, untersuchen und aufdecken», wie sie selbst schreibt. Ziel sei es, gemeinsam mit Herstellern, Fluggesellschaften und Behörden sinnvolle Veränderungen voranzutreiben.

Jetzt hat Pierson mit seiner Stiftung von Boeing-Mitarbeitenden erhaltene, neue technische Unterlagen veröffentlicht. Sie sollen von der Dokumentation der Boeing 737 Max mit der Seriennummer 7243 stammen – also jenem Flugzeug von Ethiopian Airlines, das im März 2019 in Äthiopien verunglückte, wie zuerst die Zeitung The Seattle Times berichtete. Sie beschreiben Probleme, die während des Bauprozesses aufgetreten sind und die «ein klares Bild von den verwirrenden und chaotischen Produktionsabläufen in der 737-Fabrik zeichnen, als dieses Flugzeug hergestellt wurde».

Fehlende und unsachgemäß installierte Leitungen

Boeing habe stets behauptet, dass Probleme mit der Produktionsqualität nicht zu den beiden Max-Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 beigetragen hätten und das von den Ermittlern bestätigt worden sei, so die Stiftung. «Diese Aussagen sind unwahr.» Nach ihren Angaben weisen die Dokumente unter anderem auf einen Mangel an elektrischen Teilen, fehlende und unsachgemäß installierte Leitungen sowie auf Mitarbeitende hin, die unter extremen Druck gesetzt wurden, um defekte Teile nachzubessern.

Boeing weist die Vorwürfe zurück. Man habe nach dem Absturz von Ethiopian Airlines «voll kooperiert und relevante Informationen für die Untersuchung zur Verfügung gestellt».  Man überlasse weitere Informationen den Ermittlungsbehörden.

Mehr zum Thema

Rettungsarbeiten nach dem Absturz 2019: Der Abschlussbericht ist jetzt veröffentlicht.

Scharfe Kritik an Äthiopiens Bericht zum Absturz der Boeing 737 Max

Boeing beruft Krisensitzung zum Thema Sicherheit ein

Boeing beruft Krisensitzung zum Thema Sicherheit ein

ticker-boeing-1

Boeing erhält weiteren Auftrag für Wartung von Apache-Hubschraubern

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin