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Verkaufserfolg in Zahlen

Wie gut sich der Airbus A321 XLR wirklich verkauft

Der Flugzeugbauer feiert mit dem neuen Airbus A321 XLR Erfolge. Doch welche Airline bestellte wie viele Jets - und wie viele Orders sind wirklich neu? Die Übersicht.

Airbus

A321 XLR und mögliche Routen: Der Flieger kommt bei den Airlines gut an, auch wenn eine Riesenorder bisher ausblieb.

Nur eine große Neuheit wurde bei der Paris Air Show verkündet. Airbus hat am ersten Tag den A321 XLR vorgestellt. Mit rund 8700 Kilometern kommt die neueste Variante des Klassikers noch einmal deutlich weiter als der bereits reichweitenfrisierte A321 LR mit seinen 7400 Kilometern. 2023 kommt der XLR auf den Markt.

Doch wie erfolgreich ist die neueste Airbus-Entwicklung? Welche Fluglinie hat schon wie viele Exemplare des XLR bestellt – und wie viel Orders sind wirklich neu? Die Übersicht nach Regionen:

Europa
Der Luftfahrtkonzern IAG hat acht Airbus A321 XLR für seine spanische Tochter Iberia bestellt und sechs für die irische Aer Lingus. Dazu sicherte sich der Konzern Optionen für 14 weitere der Flieger. Die ungarische Billigairline Wizz Air erhält über ihren Anteilseigner Indigo Partners 20 A321 XLR und geht damit auf die Langstrecke.

Nord- und Südamerika
Indigo Partners schickt auch weiteren seiner Beteiligungen A321 XLR: 18 gehen an Frontier Airlines in den USA und zwölf an die chilenische Jetsmart. Insgesamt hat Indigo Partners damit 50 der Jets geordert, 32 neu per Absichtserklärung und 18 als Umwandlung aus einer bestehenden Bestellung von A320 Neo und A321 Neo. In den Vereinigten Staaten bekommt außerdem Jetblue 13 Airbus A321 XLR, ebenfalls als Umwandlung.

Die prestigeträchtigste A321-XLR-Order, die Airbus-Konkurrent Boeing wohl am meisten wehtut, dürfte die von American Airlines sein. Schon vor der Messe in Paris war spekuliert worden, ob die weltgrößte Fluggesellschaft als Ersatz für ihre Boeing 757 auch auf A321 XLR setzen wird. Nun bestellt American 50 der Flugzeuge, 20 davon neu, 30 als Umwandlung einer bestehenden Order für 30 A321 Neo. Man wolle mit den Fliegern Städte an der Ostküste der USA, wie etwa Charlotte, Philadelphia oder New York, mit mittelgroßen Städten in Europa verbinden, teilte die Fluggesellschaft mit.

Die US-amerikanische Air Lease Corporation hat per Absichtserklärung 27 Maschinen geordert. Diese können an Airlines in aller Welt gehen.

Naher Osten
MEA Middle East Airlines bestellt vier XLR. Saudia bekommt 15 und hat eine Option auf 35 weitere der Flugzeuge. Die saudische Billigfluggesellschaft Flynas will per Absichtserklärung zehn XLR.

Asien/Pazifik
Cebu Pacific erregte in Paris vor allem Aufmerksamkeit damit, dass sie 460 Sitze in ihre neuen Airbus A330 Neo packen will. Die philippinische Billigairline hat aber auch zehn A321 XLR bestellt. Zudem bekommt die australische Qantas 36 XLR, zehn davon neu, 26 als Umwandlung aus einer bestehenden A321-Neo-Order.

Rechnet man alles zusammen, zeigt sich: Airbus hat zum Start des XLR in Paris bei elf Kunden Bestellungen und Absichtserklärungen für insgesamt 229 Exemplare des A321 XLR eingesammelt. 87 davon sind Umwandlungen aus bestehenden Orders. Dazu kommen Optionen für weitere 49 Jets.



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