Das Cockpit des Superjet - ausgestattet mit modernster Technologie und viel Ähnlichkeit zur Airbus-A320-Familie.

Skywork AirlinesSchweizer Regionalairline prüft Sukhoi Superjet

Bislang setzt in Westeuropa nur eine Linienfluggesellschaft den russischen Flieger ein. Das könnte sich ändern. Die Schweizer Regionalairline Skywork schaut sich den Sukhoi Superjet für ihre Expansion an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

In Russland ist der Lada Granta unter den Personenwagen der Verkaufsrenner. Auf deutschen Straßen ist das günstige und geräumige Auto dagegen ein absoluter Exot. 2015 wurden gerade mal 116 Stück verkauft. Ähnlich sieht es beim Sukhoi Superjet 100 aus. Er kann sich in Westeuropa trotz inzwischen gutem Leistungsausweis, attraktivem Preis und guten Kritiken von Passagieren und Fluggesellschaften bis jetzt nicht wirklich durchsetzen.

Derzeit setzt nur die irische City Jet das Flugzeug aus russischer Produktion im Linienverkehr ein. Sie hat 15 Exemplare fest bestellt und sich eine Option auf 16 weitere Exemplare des Modells gesichert. Der Schweizer Businessjet-Betreiber Comlux hat zwar einen Superjet in Malta registriert, setzt ihn allerdings vor allem in der Ex-Sowjetunion ein. Das ist eine geringe Ausbeute in Westeuropa angesichts eines dank schwachem Rubel sehr attraktiven Verkaufspreises.

Mitsubishi und Embraer buhlen auch

Nun aber könnte eine neue westeuropäische Betreiberin hinzukommen. «Wir brauchen größere Flugzeuge und schauen uns deshalb auch den Sukhoi Superjet an», sagt Martin Inäbnit, Chef der Schweizer Regionalairline Skywork. Sein Team war schon zu Besuch bei Superjet International, dem Verkaufs- und Auslieferungs-Joint-Venture von Hersteller Sukhoi und des italienischen Technologiekonzerns Leonardo in Venedig.

Dort haben sich die Manager den Kurz- und Mittelstreckenflieger mit standardmäßig 98 Sitzplätzen genau angeschaut. Inäbnit findet selbst Gefallen am Sukhoi Superjet. «Er hat eine Kabine mit sehr hohem Passagierkomfort», so der Manager. Zudem sei er sehr wartungsfreundlich gebaut. «Das können die Russen.» Auch der Frachtraum sei sehr großzügig bemessen. Das heißt indes nicht, dass sich Skywork Airlines nicht auch andere Modelle anschaut.

Ein Quantensprung

«Embraer will auch mit uns ins Geschäft kommen», so Inäbnit. Auch Mitsubishi habe schon ihre Regionaljets angepriesen. Der japanische Flieger mit vorgesehenem Auslieferungsdatum 2020 kommt indes wohl zu spät für Skywork, wie Inäbnit selbst festhält. Allzu viel Zeit will er sich bis zu einem Entscheid also nicht mehr lassen. Noch ist er aber nicht gefallen. Wichtig ist für die Fluglinie bei der Bewertung der Optionen nicht nur das Flugzeug selbst, sondern das Gesamtpaket inklusive Finanzierungsmöglichkeiten.

Für Skywork ist die Integration eines Flugzeuges mit rund 100 Sitzen in die Flotte ein Quantensprung. Derzeit fliegt die Fluglinie mit zwei 32-plätzigen Dornier Do328 und zwei 50-plätzigen Saab 2000. Bis Ende 2017 wird die in Bern stationierte Flotte ganz auf das schwedische Flugzeugmodell umgestellt. Bis zu fünf Saabs 2000 bedeuten eine deutliche Kapazitätserweiterung. Doch das reicht Inäbnit nicht. «Wir müssen einen weiteren Schritt nach vorne machen.»

Vermehrt ab Basel und Genf

Bisher konzentriert sich Skywork Airlines vor allem auf die heimische Region Bern. Doch die gibt langfristig zu wenig her, um überleben zu können. Die Fluggesellschaft will deshalb vermehrt an anderen Schweizer Flughäfen aktiv werden. Im Vordergrund stehen Basel und Genf. Dort will sie Nischenrouten aufnehmen, die andere links liegen lassen. Dazu sollen die neuen Flugzeuge dienen.

Werfen Sie in der oben stehenden Bildergalerie einen Blick in die Kabine des Sukhoi Superjets.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack