Weil über Irak und Iran derzeit gar nicht geflogen werden kann, wird der Luftraum eines Landes wichtig, das bislang in der Luftfahrt keine riesige Rolle spielte: Aserbaidschan. Über das Nachbarland des Irans führen derzeit die meisten Flüge nach Fernost, und dann weiter über Turkmenistan und Afghanistan.
«Wenn Aserbaidschan zugehen sollte, wäre das was Größeres»
Dass das möglich ist, ist einer der Gründe, dass die Flugzeiten derzeit nur «minim länger» seien, erklärte Swiss-Operativchef Oliver Buchhofer vergangene Woche. Wichtig sei aber, dass dieser Korridor erhalten bleibe. Denn wenn Aserbaidschan auch noch geschlossen werde, dann ändere sich das Ganze und die Umwege würden deutlich größer.
Das wiederum führt dann zu deutlich längeren Flügen - und erschwert die Planung, was Dienstzeiten und Slots angeht. «Wenn Aserbaidschan zugehen sollte, wäre das was Größeres», so Swiss-Manager Buchhofer.
Drohnenangriff auf Flughafen in Aserbaidschan
Tatsächlich eskalierte die Lage auch in Aserbaidschan bereits. Bei einem Drohnenangriff ist am Donnerstag (5. März) das Terminal des Nakhchivan International Airport beschädigt worden. Nach Angaben der Behörden schlug eine Drohne im Passagierbereich ein, eine weitere stürzte nahe einer Schule im Dorf Schakarabad ab. Zwei Zivilisten wurden verletzt. Präsident Ilham Aliyev machte Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einem «Akt des Terrors». Teheran weist die Vorwürfe zurück und bestreitet, Drohnen auf aserbaidschanisches Gebiet geschickt zu haben.
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