Luftraum über Nahost: Viele Wege führen nicht nach Fernost.

Flugkorridore während Iran-KriegWarum Aserbaidschan für Fluggesellschaften gerade so wichtig ist

Der Krieg im Iran verändert derzeit auch die Flugrouten zwischen Europa und Asien massiv. Weil große Teile des Luftraums im Nahen Osten gesperrt sind, bleiben Fluggesellschaften nur noch wenige schmale Korridore. Einer der wichtigsten führt derzeit über Aserbaidschan.

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Seit dem 28. Februar herrscht Krieg im Iran. Und das stellt auch Fluggesellschaften vor Herausforderungen. Nicht nur geht es darum, feststeckende Reisende unter erschwerten Bedingungen aus Drehkreuzen im Nahen Osten wieder heimzufliegen. Auch hat sich im Luftraum einiges geändert. Nur noch zwei enge Korridore sind Airlines auf dem Weg aus Europa nach Fernost derzeit zugänglich.

Weil über Irak und Iran derzeit gar nicht geflogen werden kann, wird der Luftraum eines Landes wichtig, das bislang in der Luftfahrt keine riesige Rolle spielte: Aserbaidschan. Über das Nachbarland des Irans führen derzeit die meisten Flüge nach Fernost, und dann weiter über Turkmenistan und Afghanistan.

«Wenn Aserbaidschan zugehen sollte, wäre das was Größeres»

Dass das möglich ist, ist einer der Gründe, dass die Flugzeiten derzeit nur «minim länger» seien, erklärte Swiss-Operativchef Oliver Buchhofer vergangene Woche. Wichtig sei aber, dass dieser Korridor erhalten bleibe. Denn wenn Aserbaidschan auch noch geschlossen werde, dann ändere sich das Ganze und die Umwege würden deutlich größer.

Das wiederum führt dann zu deutlich längeren Flügen - und erschwert die Planung, was Dienstzeiten und Slots angeht. «Wenn Aserbaidschan zugehen sollte, wäre das was Größeres», so Swiss-Manager Buchhofer.

Drohnenangriff auf Flughafen in Aserbaidschan

Tatsächlich eskalierte die Lage auch in Aserbaidschan bereits. Bei einem Drohnenangriff ist am Donnerstag (5. März) das Terminal des Nakhchivan International Airport beschädigt worden. Nach Angaben der Behörden schlug eine Drohne im Passagierbereich ein, eine weitere stürzte nahe einer Schule im Dorf Schakarabad ab. Zwei Zivilisten wurden verletzt. Präsident Ilham Aliyev machte Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einem «Akt des Terrors». Teheran weist die Vorwürfe zurück und bestreitet, Drohnen auf aserbaidschanisches Gebiet geschickt zu haben.

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