Flugzeug von Qatar Airways: Betrieb in der Heimat noch nicht wieder möglich.

Dubai, Abu Dhabi, DohaWarum Emirates und Etihad ab ihren Drehkreuzen fliegen, Qatar Airways aber nicht

Zwei der drei großen Golf-Airlines führen wieder Flüge ab ihren Drehkreuzen durch, die dritte muss ins Ausland ausweichen. Die Erklärung liegt in den Lufträumen.

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Am Donnerstagmorgen (5. März) teilte Qatar Airways mit, dass sie «eine begrenzte Anzahl von Hilfsflügen» für in Katar gestrandete Passagiere durchführen wird. Geplant sind Flüge nach London-Heathrow, Berlin, Kopenhagen, Madrid, Rom und Amsterdam - allerdings nicht von Qatars Heimatbasis Doha aus, sondern ab Muscat im Oman. Auch ein weiterer Flug nach Frankfurt startet nicht in Katar, sondern in der saudi-arabischen Hauptstadt Riyadh.

Derweil führen Emirates und Etihad Airways schon seit Dienstag (3. März) wieder Sonderflüge durch - und zwar von ihren Heimatflughäfen in Dubai und Abu Dhabi aus.

Regierung der Emirate hat Luftkorridore eingerichtet

Der große Unterschied liegt in den Lufträumen. Der Luftraum von Katar ist angesichts des Iran-Krieges und der damit einhergehenden Gefahren für den zivilen Luftverkehr weiterhin komplett gesperrt. Qatar Airways hat also keine Optionen, vom Flughafen Doha zu starten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), zu denen auch Dubai und Abu Dhabi gehören, haben dagegen Korridore errichtet, in denen eine begrenzte Zahl von Flügen möglich ist. «Die Regierung der VAE hat in Absprache mit Nachbarstaaten Luftkorridore eingerichtet, über die bis gestern tausende Passagiere in 60 Flügen ausgereist sind», erklärte das deutsche Auswärtige Amt am Mittwoch (4. März). «Wenn die Sicherheitslage es erlaubt, sollen diese Flüge laut Auskunft der VAE-Fluggesellschaften fortgesetzt werden.»

«Der Zugang wird streng kontrolliert, die Kapazität»

Die OPS Group, ein Netzwerk von Luftraum-Expertinnen und -Experten aus dem Cockpit, der Flugplanung und weiteren Luftfahrtbereichen, erklärt zur Einordnung: Der Luftraum über den Emiraten sei «teilweise geöffnet, jedoch nur über streng kontrollierte Wegpunktkorridore entlang der südlichen und östlichen Ränder des Fluginformationsgebietes». Laut Notam werde der Verkehr dabei in Richtung Saudi-Arabien und Oman geleitet.

«Große Gebiete bleiben auf allen Flugflächen unter aktivem ESCAT», so die OPS Group. ESCAT steht für Emergency Security Control of Air Traffic und bezeichnet ein Notfall-Kontrollverfahren, das eingesetzt wird, wenn ein Luftraum wegen militärischer Aktivitäten, Sicherheitslagen oder Krisen stark eingeschränkt werden muss. «Der Zugang wird streng kontrolliert, die Kapazität ist begrenzt und die militärischen Aktivitätsbereiche bleiben aktiv.»

Signalstörungen und -manipulation

Zudem wird laut OPS Group über GNSS-Jamming/-Spoofing im gesamten Fluginformationsgebiet berichtet. GNSS steht für das Global Navigation Satellite System, zu dem auch GPS gehört. Diese Signalstörungen und -manipulationen sind aktuell auch für diejenigen zu erkennen, die Flüge in der Region bei Flugverfolgungsdiensten beobachten und dort gezackte Linien sehen, die gar keinem echten Flugverlauf entsprechen können.

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