Cockpit der Boeing 737 Max: Stimmt alles mit den Notfallabläufen?

Nach 737-Max-UnglückenUS-Behörde rät zu besseren Notfalltrainings für Piloten

Die US-Luftfahrtbehörde spricht sich für höhere Mindeststandards bei Pilotenschulungen aus. Derweil gerät die FAA selbst immer heftiger in die Kritik.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit März müssen Betreiber der Boeing 737 Max die Jets am Boden halten. Viele weitere Airlines warten auf Lieferungen des Modells, das nach zwei tödlichen Abstürzen noch immer gegroundet sind. Den wirtschaftlichen Schaden, den die Fluggesellschaften durch die Verzögerungen erleiden, wollen viele bei Boeing geltend machen. Mit Icelandair hat nun eine dieser Airlines erklärt, man habe sich mit Boeing über Entschädigungen geeinigt. Sie ist eine der ersten Fluggesellschaften, die solch eine Einigung öffentlich macht.

Details zur Höhe der Entschädigung nannte weder Icelandair noch Boeing. Die Fluglinie hat bereits sechs Boeing 737 Max am Boden und weitere bestellt. Der US-Flugzeugbauer dürfte großes Interesse an einer raschen Einigung mit den Isländern gehabt haben, da sie öffentlich mit dem Gedanken gespielt hatte, ein reiner Airbus-Betreiber zu werden.

Icao soll Pilotentrainings prüfen

Derweil empfiehlt die US-Luftfahrtbehörde FAA laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine bessere Vorbereitung von Piloten auf manuelle Notfallsituationen. In einem Bericht, den die FAA in Kooperation mit anderen Nationen verfasst habe, werde die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao aufgefordert, den Schulungsbedarf von Piloten zu untersuchen und herauszufinden, wie die Mindeststandards verbessert werden könnten, heißt es. Man habe etwa hilfreiche Simulatorentrainings identifiziert, die aber nicht zu den Icao-Standards zählten, zitiert die Agentur aus dem Bericht.

Das Papier erwähnt demnach zwar nicht die 737-Max-Abstürze, doch FAA-Chef Steve Dickson stellte in einem Interview einen Zusammenhang her. Er sagte demnach über die Boeing 737 Max, seine Behörde untersuche die Konstruktionsprobleme des Flugzeuges, die zu den Unglücken beigetragen haben könnten, es sei aber auch nötig, sich anzusehen, wie die Piloten mit der Maschine interagiert hätten.

FAA-Inspektoren nicht ausreichend qualifiziert

US-Medien berichten ebenfalls über erste Erkenntnisse aus dem indonesischen Untersuchungsbericht zum Absturz der 737 Max von Lion im vergangenen Oktober. Der Bericht der indonesischen Behörden, der in rund zwei Monaten veröffentlicht werden soll, macht demnach sowohl Boeing und die FAA als auch Lion Air und die Piloten für Fehler verantwortlich, die zu dem Unglück beitrugen, das 189 Menschen das Leben kostete. Der Airline werden demnach etwa Versäumnisse bei Training und Wartung vorgehalten.

Die FAA wird allerdings nicht nur in Indonesien kritisiert, sondern auch in den USA. Gemäß Presseberichten ist eine staatliche Kontrollbehörde zu dem Schluss gekommen, dass FAA-Inspektoren, die im Rahmen der Zertifizierung der 737 Max zum Einsatz kamen, nicht ausreichend qualifiziert waren. Zudem kommt das Office of Special Counsel, das für die Prüfung von Whistle-Blower-Tipps zuständig ist, zu dem Schluss, dass die FAA den US-Kongress in die Irre geführt habe, als die Vorwürfe im Frühjahr erstmals publik wurden.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Ryanair: Die erste Max kommt frühestens im Januar, eher später.

Ryanair stellt Zahlungen an Boeing ein

737 Max von Flydubai: Bleibt es eine reine Boeing-Flotte?

Behörden glauben nicht an schnelle Max-Rückkehr

Boeing 737 Max von Icelandair: Wechselt die Gesellschaft zu Airbus?

Stellt Icelandair komplett auf Airbus um?

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack