Laptop: In der Kabine sicherer als im Gepäck.

UntersuchungSo gefährlich können Laptops im Koffer sein

Nach Gefahrentests schätzt die US-Luftfahrtbehörde FAA das Risiko von großen elektronischen Geräten im Aufgabegepäck neu ein - und empfiehlt ein Verbot.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Resultate sind erschreckend. Bei einem Treffen der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata in Montreal präsentierte die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA kürzlich neue Erkenntnisse der hauseigenen Brandexperten. Das Ergebnis: Laptops und andere elektronische Geräte im Aufgabegepäck stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

In insgesamt zehn Tests wurde ein so genanntes thermisches Durchgehen bei einem Laptop simuliert. Dies passiert, wenn ein technischer Apparat sich wegen eines sich selbst verstärkenden, Wärme produzierenden Prozesses überhitzt. Das ist auch bei Lithium-Ionen-Akkus möglich, die in Laptops und anderen elektronischen Geräten eingebaut sind.

Sprühdosen können explodieren

Relativ glimpflich gingen die Tests aus, wenn sich neben dem Laptop keine anderen gefährlichen Gegenstände im Testkoffer befanden: In vier von fünf Fällen beschränkte sich der Brand auf das Innere des Koffers und erlosch, ohne Schäden an der Kofferhülle anzurichten. In einem Fall brannte der Koffer vollständig aus, weil der Akku ein Loch in die Kofferhülle brannte.

Besorgniserregend hingegen waren die Testresultate, wenn sich neben dem elektronischen Gerät auch eine Sprühdose im Koffer befand – wie zum Beispiel Haarspray oder Deo. Das thermische Durchgehen führte zu einer Explosion der Sprühdose. Auch wenn diese nicht in allen Fällen stark genug war, um das Flugzeug zu beschädigen, so wurde das Löschsystem des Flugzeugs doch beeinträchtigt.

Nur noch in der Kabine

Im Fazit zu den Tests schreibt die FAA, dass eine Beschränkung der Mitnahme von Laptops und anderen elektronischen Geräten auf die Kabine die einfachste und effizienteste Antwort auf dieses Sicherheitsrisiko sei. Im Aufgabegepäck hätten die Geräte demnach nichts mehr zu suchen.

Diese Empfehlung der FAA stellt einen Widerspruch zu früheren Maßnahmen dar. Im März erließen die USA einen Laptop-Bann in der Kabine auf Flügen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika aus mit Destination USA. Begründung war, dass sich so das Risiko terroristischer Anschläge verringere. Inzwischen ist das Verbot aber aufgehoben worden. Das Vereinigte Königreich hält noch daran fest, neu auch bei Flügen ab den Malediven

Mehr zum Thema

santa monica douglas dc 3 monument

Einer der ältesten Flughäfen der USA macht dicht - einst baute Douglas dort Flugzeuge

Gulfstream G650: Ließ sich der Sohn des Ex-Präsidenten samt Gattin einladen?

Regierung der USA kauft auch zwei Gulfstream G650 für Abschiebeflotte

ticker-usa

USA entwickeln präzisionsgesteuertes Luftabwurfsystem JPADS weiter

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil