Laptop: In der Kabine sicherer als im Gepäck.

UntersuchungSo gefährlich können Laptops im Koffer sein

Nach Gefahrentests schätzt die US-Luftfahrtbehörde FAA das Risiko von großen elektronischen Geräten im Aufgabegepäck neu ein - und empfiehlt ein Verbot.

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Die Resultate sind erschreckend. Bei einem Treffen der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata in Montreal präsentierte die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA kürzlich neue Erkenntnisse der hauseigenen Brandexperten. Das Ergebnis: Laptops und andere elektronische Geräte im Aufgabegepäck stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

In insgesamt zehn Tests wurde ein so genanntes thermisches Durchgehen bei einem Laptop simuliert. Dies passiert, wenn ein technischer Apparat sich wegen eines sich selbst verstärkenden, Wärme produzierenden Prozesses überhitzt. Das ist auch bei Lithium-Ionen-Akkus möglich, die in Laptops und anderen elektronischen Geräten eingebaut sind.

Sprühdosen können explodieren

Relativ glimpflich gingen die Tests aus, wenn sich neben dem Laptop keine anderen gefährlichen Gegenstände im Testkoffer befanden: In vier von fünf Fällen beschränkte sich der Brand auf das Innere des Koffers und erlosch, ohne Schäden an der Kofferhülle anzurichten. In einem Fall brannte der Koffer vollständig aus, weil der Akku ein Loch in die Kofferhülle brannte.

Besorgniserregend hingegen waren die Testresultate, wenn sich neben dem elektronischen Gerät auch eine Sprühdose im Koffer befand – wie zum Beispiel Haarspray oder Deo. Das thermische Durchgehen führte zu einer Explosion der Sprühdose. Auch wenn diese nicht in allen Fällen stark genug war, um das Flugzeug zu beschädigen, so wurde das Löschsystem des Flugzeugs doch beeinträchtigt.

Nur noch in der Kabine

Im Fazit zu den Tests schreibt die FAA, dass eine Beschränkung der Mitnahme von Laptops und anderen elektronischen Geräten auf die Kabine die einfachste und effizienteste Antwort auf dieses Sicherheitsrisiko sei. Im Aufgabegepäck hätten die Geräte demnach nichts mehr zu suchen.

Diese Empfehlung der FAA stellt einen Widerspruch zu früheren Maßnahmen dar. Im März erließen die USA einen Laptop-Bann in der Kabine auf Flügen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika aus mit Destination USA. Begründung war, dass sich so das Risiko terroristischer Anschläge verringere. Inzwischen ist das Verbot aber aufgehoben worden. Das Vereinigte Königreich hält noch daran fest, neu auch bei Flügen ab den Malediven

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