Boeing 737-800 von Pobeda: Die Fluggesellschaft darf ihre Flugzeuge nicht mehr selbst warten.

Behörde deckte aufSchlamperei in der Wartung von Pobeda aufgeflogen

Russland hat seinen Fluggesellschaften erlaubt, eigene Wartungsanweisungen zu entwickeln. Jetzt muss Pobeda als erste Fluggesellschaft wegen grober Verstöße darauf wieder verzichten.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die russische Luftfahrt muss aufgrund der westlichen Sanktionen seit bald 21 Monaten ohne westliche Ersatzteillieferungen, Wartung sowie der Versicherung auskommen. Zwar kommen über China und die Vereinigten Arabischen Emirate weiter westliche Ersatzteile ins Land, aber zu deutlich höheren Preisen.

Um einem Mangel an einsatzfähigen Flugzeugen entgegenzuwirken, hat die russische Luftfahrtbehörde verschiedene Schritte unternommen. So hat Rosaviatsiya sogenannte Flugzeugentwicklerzertifikate (FAP-21) herausgegeben, die es Fluggesellschaften erlauben, nicht standardmäßige Reparaturen von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten durchzuführen.

Boeing 737 von Pobeda flog ohne Wartung

Mit Pobeda hat die erste Fluggesellschaft dieses Zertifikat wieder verloren - beziehungsweise gilt es aktuell als ausgesetzt, berichtet die Zeitung Izvestia. Staatliche Inspektoren sollen grobe Verstöße gegen die gültigen Wartungsvorschriften festgestellt haben.

Techniker von Pobeda haben gemäß dem Bericht bei einer Boeing 737-800 die Original-Muttern zur Befestigung der Antenne des Antikollisionssystems (TCAS oder Traffic Alert and Collision Avoidance System) durch alternative Muttern ersetzt. In einer selbst entwickelten Wartungsanweisung wurde festgelegt, dass diese ein Mal pro Woche von außen, alle drei Monate von innen überprüft werden müssen. Offen blieben allerdings die Wartungsschritte. In der Folge soll die Maschine rund eineinhalb Monate ohne Prüfung geflogen sein.

Künftig erfolgt Wartung bei Aeroflot

In einem zweiten Fall soll nach einem Vogelschlag am Rumpf einer Boeing 737 ein Flicken angebracht worden sein, dem unbegründet eine Nutzungsdauer von eineinhalb Jahren zugeschrieben wurde. Zudem arbeiten offenbar bei Pobeda auch zahlreiche Techniker an Flugzeugen, ohne die eigentlich notwendige Ausbildung und Zertifizierung für das Modell zu haben.

Pobeda hat mitgeteilt, dass sie das Flugzeugentwicklerzertifikat freiwillig zurückgegeben habe. Weiterfliegen wird die Fluggesellschaft trotzdem. Künftig werden die Flugzeuge von Mutter Aeroflot gewartet.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Pobeda in Memmingen: Die Airline muss sich verkleinern.

Weil Ersatzteile fehlen, muss Pobeda die Flotte verkleinern

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Aeroflot bekommt Erlaubnis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten

Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Russische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Video

bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack