Die Isla de las Flores: Letzter Funkkontakt über dem Eiland.

Rätsel um verschollenen Flieger

Vor vier Wochen verschwand in Uruguay eine Maschine auf einem Flug für DHL. Bis heute fand man keine Spur.

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Alles versuchten die Rettungskräfte. Flugzeuge der Luftwaffe überflogen das Gebiet mehr als zwei Wochen lang. Diverse Spezialschiffe untersuchten den Meeresboden mit Geräten zur Echolotung nach Trümmerteilen. Doch sie fanden trotz intensiven Bemühungen nichts von der Fairchild Swearingen Metro III. Sie war am 6. Juni am Aeropuerto Internacional de Carrasco in Montevideo gestartet und sollte für den deutschen Logisitikriesen DHL Fracht nach Buenos Aires bringen. Die Fluglotsen in Montevideo verloren aber zehn Minuten nach dem Start den Kontakt zur Maschine mit der Immatrikulation CX-CLA, die der uruguayischen Charterfluglinie Air Class gehörte. Sie verschwand bei der Isla de la Flores vor Montevideo vom Radar und war ab dann auch nicht mehr per Funk zu erreichen.

Was ist bloß mit dem Turbopropflugzeug passiert? Und was mit seinen zwei Insassen? Die Behörden stehen vor einem Rätsel, weil sie auch 28 Tage nach dem Verschwinden noch keine Spur vom Flieger haben. Sie wollen nun die Suche auf eine neue Basis stellen. Die Luftwaffe und die Rettungskräfte der Armee setzen künftig Schiffe mit Unterwassermikrofonen ein. Sie hoffen so, die Signale der Blackbox zu empfangen, die 30 Tage lang ausgesendet werden, bis die Batterie zur Neige geht. Wie lange die Suche weitergeführt wird, darauf wollen sich die Verantwortlichen nicht festlegen. «In einem Fall wie diesem kann man kein Ende festlegen. Man kann die eingesetzten Kräfte reduzieren, aber man macht weiter», sagte Álvaro Loureiro gegenüber der uruguayischen Zeitung El Pais.

Gefährliche Manöver

Geprüft wurden bislang auch die Hypothesen einer Entführung oder einer Explosion an Bord. Doch die Ermittler halten beide für unwahrscheinlich. Denn die Aufzeichnungen des Radars zeigen, dass der Pilot vor dem Verlust des Kontaktes einige riskante Manöver vollführte. Vieles deutet daraufhin, dass er innerhalb weniger Sekunden auf dem Meer aufschlug. Doch Spuren eines Absturzes fehlen bis heute.

Nachtrag vom 21. Juli 2012:

Am 20. Juli fanden Suchtrupps Trümmerteile eine Meile südlich der Isla de las Flores.

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