Flugzeug von KLM: Eines musste nun über Island umdrehen.

Fast fünf Stunden FlugPassagier rastet aus - KLM-Flug muss über Island umkehren

Nach fast fünf Stunden Flug landeten die Reisenden an Bord einer Boeing 777 von KLM nicht in Calgary, sondern wieder am Startort Amsterdam. Ein Mann an Bord war derart ausgerastet, dass der Flieger umkehren musste.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Unruly Passengers heißen sie im Fachjargon: Reisende, die an Bord von Flugzeugen die Contenance verlieren. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Pöbel-Passagiere gestiegen. Die Coronavirus-Pandemie und damit verbundene Komplikationen, lange Wartezeiten im Sommer, die allgemein angespannte Weltlage - alles führt zu einer gewissen Grundanspannung, die sich an Bord des Flugzeugs - ebenfalls eine Ausnahmesituation - manchmal entlädt. Nun gab es auch auf Flug KL677 einen Vorfall.

Am Sonntag sollte eine Boeing 777 mit dem Kennzeichen PH-BQB der niederländischen Fluggesellschaft KLM die Reisenden von Amsterdam Schiphol nach Calgary bringen. Doch daraus wurde vorerst nichts. Denn als sich der Flieger über Island befand, beschloss die Crew, umzukehren und wieder nach Amsterdam zu fliegen.

Mit Händen am Sitz fixiert

Der Grund: Ein Passagier an Bord war derart ausgerastet, dass man ihn überwältigen und mit den Händen am Sitz fixieren musste, berichtete zuerst das Portal Nhnieuws. Was der Grund für den Ausraster war, ist noch unbekannt. Jedenfalls sah die Crew es offenbar als die sicherste Variante an, umzudrehen.

Nach rund fünf Stunden landete der Flieger wieder in Amsterdam. Der Passagier wurde dort von der Polizei festgenommen. Um kurz nach 19 Uhr konnte die Maschine wieder Richtung Kanada abheben, wo sie mit etwas mehr als sechs Stunden Verspätung schließlich landete.

Immer mehr Fälle

Meist lassen sich pöbelnde Reisende beruhigen. In den allermeisten Fällen von Unruly Passengers – rund 96 Prozent aller Vorkommnisse – geht es um Beleidigungen und Gewalt. Die besonders krassen Ausraster wie auf Flug KL677 sind selten, sie nehmen jedoch laut dem Airline-Dachverband Iata überdurchschnittlich zu. Die Iata definiert sie als potenziell lebensgefährliche Situationen. Dazu gehören die Androhung von Verletzungen, die Verwendung von Waffen oder den Versuch, ins Cockpit einzudringen.

Immer wieder kommen Ideen auf, wie man das Problem in den Griff bekommen kann - etwa durch geteilte No-Fly-Listen. Einen solchen Vorschlag brachte auch Delta Air Lines schon ein. Doch solche Listen sind datenschutztechnisch ein Problem.

Mehr zum Thema

Bild der Zerstörung: Ein Passagier wollte ein Feuer an Bord entfachen. Die Behörden haben nun genug von solchen Reisenden.

Chinesische Airlines bekämpfen Pöbel-Passagiere

Cockpit: Die NTSB fordert längere Aufnahmezeiten des Stimmenrekorders.

Eine Barriere gegen Terroristen - und Pöbel-Passagiere

Aggressionen im Flieger: Keine gute Idee.

Delta will No-Fly-Liste mit anderen Airlines teilen

ticker-niederlande

Niederlande wollen Flugverbindungen in der Karibik subventionieren

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack