Das niederländische Parlament hat einer Änderung des Luftfahrtgesetzes für die Karibikinseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba zugestimmt. Damit erhält die Regierung erstmals die Möglichkeit, sogenannte Public Service Obligations (kurz PSO) für wichtige Flugverbindungen einzuführen. Künftig kann der Staat Fluggesellschaften verpflichten, essenzielle Strecken zu festgelegten Bedingungen zu bedienen, wenn diese wirtschaftlich nicht attraktiv oder für die Bevölkerung zu teuer werden, berichtet das Portal Luchtvaartnieuws.
Hintergrund sind zuletzt stark gestiegene Ticketpreise auf einzelnen Verbindungen, insbesondere zwischen Curaçao und Bonaire. Nach der Zustimmung der Zweiten Kammer muss nun noch der Senat der Niederlande das Gesetz billigen. Anschließend könnte die Regierung Ausschreibungen für staatlich abgesicherte Flugverbindungen vorbereiten.