Flydubai ist keine kleine Airline auf der Route zwischen Dubai und Tel Aviv, ganz im Gegenteil. Bis zu zehnmal täglich verbindet sie die Metropolen in den Emiraten und Israel miteinander. Damit ist sie die dominante Fluggesellschaft auf der Strecke.
Israels Inlandsgeheimdienst trifft Vorbereitungen in Dubai
Da die regulären Flydubai-Flüge auf der Strecke wegfallen, sich aber noch israelische Staatsbürger in Dubai befinden, die diese Flüge nutzen wollten, sind nun Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet nach Dubai gereist, wie das Portal Ynet berichtet. Sie treffen Sicherheitsvorkehrungen für Rückholflüge, die ab Freitag geplant sind.
Derweil erklärte ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Land die Sicherheitskontrollen für alle Pilotinnen und Piloten, die nach Israel fliegen, verschärfen wird: «Wir werden die Identität jedes Piloten, der nach Israel fliegt, kennen und ihn einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen.»
Sicherheitsvorkehrungen bei israelischen Airlines sehr hoch
Israelische Fluglinien haben auf internationalen Flügen bewaffnete Luftsicherheitsbeamte an Bord und die Flugzeuge von El Al sind sogar mit Raketenabwehrsystemen ausgestattet. Aber bei ausländischen Fluggesellschaften, die nach Israel fliegen, ist all das nicht der Fall.
«Es kann sich um einen Flug mit 400 Personen aus Dubai handeln, ohne dass ein Air Marshal an Bord ist», erklärte ein anonymer israelischer Experte für Luftsicherheit gegenüber der Zeitung Times of Israel. Das Land könne den Fluglinien weder den Einsatz von Sicherheitsbeamten noch andere spezielle Sicherheitsvorkehrungen an Bord vorschreiben.
Die Frage nach der Staatsangehörigkeit der Piloten
Zudem kann Israel - und darüber zeigt sich die Zeitung selber überrascht - laut dem Experten auch die Nationalität ausländischer Pilotinnen und Piloten, die das Land anfliegen, nicht einschränken, solange diese an Bord bleiben. Bei dem angreifenden Kopiloten von Flug FZ1073 soll es sich um einen omanischen Staatsbürger handeln.
Israel und Oman unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. In israelischen Medienberichten hieß es zunächst, Cockpitcrew-Mitglieder aus solchen Ländern dürften keine Israel-Flüge steuern, was über Vereinbarungen mit Staaten geregelt sei. In diesem Fall müsste es eine entsprechende Vereinbarung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geben, da dort Flydubai angesiedelt ist und auch der Flug startete.
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