Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Challenger 3500 statt LearjetRyanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

Die Billigairline hat still und leise ihre kleine Firmenjet-Flotte erneuert. Die alten Learjet 45 sind Geschichte, ersetzt wurden sie von Ryanair durch vier fabrikneue Bombardier Challenger 3500 - mit deutlich mehr Platz und Reichweite.

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Ryanair wächst und wächst und wächst. Der Billigflieger legt für diesen Winter das nach eigenen Angaben größte Winterprogramm seiner Unternehmensgeschichte auf. Der Flugplan umfasst rund 1700 Strecken in 35 Ländern, darunter mehr als 140 neue Verbindungen. Laut dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation stehen der Airline dafür aktuell 632 Flugzeuge zur Verfügung: 396 Boeing 737-800, 209 Boeing 737 Max 8-200 sowie 26 Airbus A320. Hinzu kommen offene Bestellungen für 150 weitere Boeing 737 Max.

Wie massiv Ryanair gewachsen ist, zeigen Zahlen aus dem Oktober 2012. Damals gehörten rund 300 Flugzeuge zur Flotte. Gleichzeitig berichtete die irische Zeitung The Independent, dass sich Ryanair einen Learjet 45 angeschafft habe. Hauptsächlich, um Piloten, Ingenieure oder Kabinencrew schnell zu einem außerplanmäßigen Einsatz zu bringen.

Bombardier Challenger 3500 statt Learjet 45

Knapp 14 Jahre später hat sich die Flotte mehr als verdoppelt und so ist auch der kleine Firmenjet-Pool mitgewachsen. Zuletzt bestand er aus den vier Learjet 45 mit den Kennungen M-ABEU, M-ABGV, M-ABJA und M-ABRB. Sie waren auf der Isle of Man registriert und wurden von Aviation Finance and Leasing, einer Tochtergesellschaft der Ryanair Holdings, betrieben. Im Februar meldete das irische Portal Travel Extra, dass Ryanair im Januar den letzten Learjet ausgeflottet hat.

Ohne Businessjet-Flotte ist Ryanair aber nicht. Der Billigflieger hat im März 2025 damit begonnen, vier fabrikneue Bombardier Challenger 3500 einzuflotten. Das erste Flugzeug wurde im März 2025 übernommen. Der vierte Jet landete am 16. Mai 2026 in Dublin und flog direkt weiter nach London-Stansted. Ryanair stationiert die Challenger-3500-Flotte an seinen beiden größten Wartungsstandorten Stansted und Mailand-Bergamo, wo zuvor bereits die Learjets beheimatet waren.

Mehr Platz, mehr Reichweite

Das Portal Irish Aero berichtete, dass ein Grund für den Wechsel darin bestanden haben könnte, dass die Bombardier Challenger deutlich Platz bieten, so dass auch sperrige Ersatzteile mitgenommen werden können. Das Kabinenvolumen der Challenger 3500 ist mehr als doppelt so hoch wie beim Learjet 45. Zudem fliegen die Jets mit bis zu 6300 Kilometern deutlich weiter als der Learjet 45, der je nach Konfiguration bis 3980 Kilometer kommt.

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